Seelsorgeeinheit

Benefizkonzert bringt 2800 Euro ein

Pfullendorf / Lesedauer: 3 min

Fünf Kirchenchöre singen in der Stadtkirche St. Jakobus in Pfullendorf für das Kolpinghaus
Veröffentlicht:28.01.2019, 17:59
Aktualisiert:22.10.2019, 13:00

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Die Besucher in der voll besetzten Stadtkirche St. Jakobus haben am Sonntag eine Premiere erlebt. Die fünf Kirchenchöre der katholischen Seelsorgeeinheit Oberer Linzgau gestalteten erstmals ein gemeinsames Konzert. Der Grund: Beim neu erbauten Gemeindezentrum, dem im Sommer eingeweihten Kolpinghaus, sind noch einige bauliche Sonderwünsche offen, die finanziert werden wollen.

Der gemeinsame Auftritt der Chöre aus Pfullendorf, Denkingen, Otterswang, Zell und Illmensee macht es nun möglich, so Michael Zoller , Vorsitzender des Pfullendorfer Kirchenchors gegenüber der SZ, dass mit dem Einbau einer Schalldämmung in die Gruppenräume zumindest ein großer Wunsch in Erfüllung geht. Auf 2800 Euro bezifferte Zoller den Inhalt der Körbchen, die die begeisterten Besucher am Ende des Konzerts großzügig füllten.

Ein imposantes Bild bot sich den Gästen am Anfang, denn über 130 Sänger füllten den Chorraum der Kirche, um das Konzert mit dem Lied „Abendruhe“ von Wolfgang Amadeus Mozart zu eröffnen. Eine beeindruckende Überraschung gab es anschließend, denn die fünf Chorleiter, Monika Heinen-Wolf vom Kirchenchor St. Jakobus, Birgit Knott vom Denkinger Kirchenchor, Ursula Koch von der Chorgemeinschaft Zell und Hausen am Andelsbach, Rolf Spieß vom Kirchenchor Otterswang und Johannes Bals vom Kirchenchor Illmensee, trugen a cappella das Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“ und Christian Lahusens Vertonung des Eichendorff-Gedichts „Komm Trost der Welt“ vor.

Musik aus vielen Epochen

Danach gehörte der Platz vor dem Altar den einzelnen Chören. Sie hatten durchweg ein Programm quer durch die verschiedenen Musikepochen ausgewählt, das ansprechend und abwechslungsreich war. Klassiker wurden zu Gehör gebracht wie die Psalmen „Schaffe in mir Gott ein reines Herz“ in der Vertonung von Carl Loewe oder „Herr unser Gott“ von Ignaz Schnabel sowie festliche Kirchenmusik wie die beschwingte Kantate „Freut euch alle“ von Johann Sebastian Bach, der Schlusschor „Tollite Hostias“ aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint Saëns oder Ludwig van Beethovens Vertonung des Gedichts „Die Ehre Gottes aus der Natur“.

Neue Geistliche Musik wie das bekannte Lied „Für alle“ von Hanne Haller, der rhythmische Song „Ohne Wurzeln keine Flügel“ von Robert Haas, das Lied „Lobet und Preiset“ des deutschen Musicalkomponisten Pasquale Thibaut, der Gospel „Jesus be a Fence“ oder die moderne fünfteilige Liedkantate „Herr der Zeit“ von Markus Grohmann, für die sich der Illmenseer Kirchenchor entschieden hatte, bereicherten das Programm. Nach kurzweiligen 90 Minuten endete das Konzert mit dem Gesamtchor unter der Leitung von Monika Heinen-Wolf und der stimmgewaltigen Hymne „Alles was Odem hat“ von Friedrich Silcher. Die Instrumentalbegleitung aller Chöre übernahm Organistin Dina Trost, die wieselflink zwischen Orgel und Piano hin und her eilte.

Beeindruckt und, wie man dem starken Applaus, der auf jeden Auftritt folgte, entnehmen konnte, hellauf begeistert waren nicht nur die Zuhörer, sondern auch der Pfarrer der Seelsorgeeinheit, Martinho Dias Mértola. „Schön, dass Sie dieses Benefizkonzert möglich machen, ein herzliches Vergelt’s Gott“, dankte er den Sängern für „das starke Zeichen der Verbundenheit in der Seelsorgeeinheit“. „Wir haben sehr gute Chöre, sie sind eine große Bereicherung für unsere Kirchengemeinde“, sagte er weiter, verbunden mit dem Wunsch, dass die Premiere „nicht das einzige gemeinsame Konzert“ bleiben möge.