Ballsaison

Älbler feiern ausgelassen Fasnet

Pfullendorf / Lesedauer: 2 min

Älbler feiern ausgelassen Fasnet
Veröffentlicht:30.01.2012, 16:55
Aktualisiert:25.10.2019, 12:00

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Tanzen, schunkeln, singen, dazu ein Feuerwerk an Witzen, frechen Sprüchen und humorvollen Beiträgen: Die närrische Ballsaison in Pfullendorf ist eröffnet. Bis zum Aschermittwoch ist Vergnügen Pflicht. Gelegenheit gibt es in Pfullendorf und den umliegenden Gemeinden genug: Turnerball, Weiberball, Pfarrball, Zunftball, Rätscherball und wie die Feste alle heißen laden zu unbeschwerten Stunden ein. Den Anfang machten die Älbler, die am Samstag feierten.

Es war wohl der angekündigte Schneefall, der das eine oder andere der meist älteren Mitglieder davon abhielt, im Fundus der Kostüme zu kramen und sich auf den Weg in den „Kaiser“ zu machen. Der Stimmung taten ein paar leer gebliebene Stühle keinen Abbruch, auch, weil die fleißig genutzte Tanzfläche dafür größer ausfiel. Es waren die Frauen, die das Programm gestalteten. Seit Wochen, so witzelte Älbler-Chef Hartmuth Dinter in der gereimten Begrüßung, habe er seine Frau kaum noch zu Gesicht bekommen. Bald jeden Abend habe sie sich zur Probe verabschiedet: „Jetzt will ich sehen, was ihr da dauernd geprobt habt.“

Sie waren tatsächlich fleißig, die Älbler-Frauen. „Wem Gott will rechte Gunst erweisen, den schickt er in den Albverein“, stimmten sie zunächst mit dem Publikum an. Danach tauchten sie mit bunt gefüllten Bauchladen auf und empfahlen: „Kauft Kämme, es kommt eine lausige Zeit.“ Sie wallfahrteten als „alte Schachteln“ zum Heiligen Sankt Schickanus, der doch bitte für einen, wie auch immer gearteten Mann sorgen soll, und brachten mit einem munteren Zwergentanz Stimmung in den Saal. Monika Volk und Lina Schwägler debattierten dazu, ob ein hoher Cholesterinspiegel nicht einfach nur niedriger aufgehängt werden muss. Für alle Auftritte hatten die Frauen mit viel Aufwand Kostüme genäht und raffinierte Accessoires beschafft.

Das „Damen“-Programm ergänzten Georg Arnold, der in einem Gedicht die Buchhaltungsnöte eines Wengerter darstellte, und Peter Löwl, der die Gäste mit einem reichlichen Repertoire an Witzen durch den Abend führte. Natürlich ließen es sich auch die Stegstrecker nicht nehmen, beim Ball der Älbler vorbeizuschauen und so mischten sich mit Zunftmeister Charly Hexe, Narrenrat, Schneller, Hänsele und Nidler unter das närrische Älbler-Völkchen, das sich bis in die späten Nachtstunden zu den Melodien von Reinhold Hospach prächtig amüsierte.