Wiederwahl

„Erfolg ist keine Selbstverständlichkeit“

Ostrach / Lesedauer: 3 min

FC Ostrach: Heiko Hollerieth ist nicht mehr Spielausschussvorsitzender
Veröffentlicht:31.03.2014, 21:35
Aktualisiert:24.10.2019, 15:00

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Nach zehn Jahren ist in Ostrach eine Ära (vorerst) zu Ende gegangen. Heiko Hollerieth stellte sich nicht mehr zur Wiederwahl als Spielleiter des Fuball-Landesligisten. Sein Nachfolger ist an der Spitze soll mit einer mehrköpfigen Mannschaft, zu der auch Hubert Möhrle, Christian Ostermeier und weiter Armin Frey gehören. Hollerieth selbst zieht sich aus der ersten Reihe zurück. „Ich habe an einigen Dingen gemerkt, dass zum einen zu viel für einen ist, zum anderen, dass ich mal eine Pause brauche“, sagte Hollerieth am Rande der Hauptversammlung am Freitagabend in der Ostracher Brücke.

In seiner Abschiedsrede, in der Hollerieth zum einen noch einmal das vergangene Jahr Revue passieren ließ, zum anderen einen kleinen Einblick ins Seelenleben ins Dasein als Spielleiter gab, wirkte er ziemlich angefasst („Es war eine geile Zeit“), kämpfte mit den Tränen. „Es war schon einige Zeit klar, dass ich aufhöre und wir haben frühzeitig nach nach Nachfolgern gesucht.“ Denn eines sei ihm in den vergangenen Monaten klar geworden: Für einen alleine sei die Aufgabe in der Landesliga eigentlich zu viel. Mit Sebastian Irmler habe man nun genau den richtigen Mann an der Spitze eines Gremiums gefunden, so Hollerieth.

Für den 43-Jährigen selbst sei natürlich der Gewinn der Meisterschaft in der Bezirksliga und der damit verbundene Aufstieg in die Landesliga der Höhepunk in der vergangenen Dekade gewesen, so Hollerieth. „Der derzeitige Erfolg ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte Hollerieth gegenüber der Schwäbischen Zeitung. Man habe schließlich auch andere Zeiten erlebt, doch sei die Mannscchaft gemeinsam groß geworden. „Das Gros der Jungs spielt seit der Jugend zusammen. Spielte dann in der Kreisliga A – und nicht gerade in der Spitzengruppe“, erinnert sich Hollerieth an die eigenen Anfänge als Spielleiter. „Dazu haben wir im Laufe der Zeit einige Spieler geholt, die zu uns wollten und die ins Konzept und in die Mannschaft passen. Das alles ist ein Entwicklungsprozess“ Auch wenn das Dasein in der Landesliga nicht einfach sei. „Aber: Genau deshalb wollten wir aufsteigen. Wir wollten gegen Ravensburg, Laupheim, Biberach oder Friedrichshafen spielen.“

Auch dass es im ersten Jahr in der Landesliga gegen den Abstieg gehen würde, war Hollerieth von Beginn an klar. „Das war von Anfang an klar. Aber wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen, dann klappt das auch mit dem Klassenerhalt“, gibt sich Hollerieth optimistisch. Hollerieth selbst zieht sich zwar aus der ersten Reihe zurück, verspricht aber, „meinen Nachfolgern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen“.

Schon am Samstag gab es richtig Grund zum Jubeln. 5:0-Erfolg gegen den SV Weingarten, der Klassenerhalt rückt immer näher. „Der Neue im Amt und schon klappt’s“, sagte Hollerieth, umarmte seinen Nachfolger Sebastian Irmler herzlich und strahlte mit ihm um die Wette. „Nein, nein, das ist auch dein Verdienst“, so Irmler und Hubert Möhrle.