Motorradclub

Sportfreunde genießen Leistung und Sonne

Neufra / Lesedauer: 2 min

Sportfreunde genießen Leistung und Sonne
Veröffentlicht:27.07.2009, 12:16
Aktualisiert:26.10.2019, 10:00

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Kirchengemeinde, Motorradclub, Skiclub und Gemeinde sind die Veranstalter dieses alljährlichen Sportevents. Dabei sein ist alles, auch für die Nichtsportler. Sie genießen die Bewirtung auf dem Kirchplatz.

Kurz vor zwölf Uhr standen all die Sportler am Start. Spannung und Begeisterung waren groß. Der Wettkampf wurde nochmal per Lautsprecher von den Organisatoren besprochen. Dann gab es den kirchlichen Segen durch Pastoralreferent Matthias Kopp . „Geht nicht bis an eure Grenzen, schaltet das Hirn ein und kommt alle wohlerhalten an das Ziel zurück“, sagte Kopp bevor er von der hohen Kanzel des Autokrans eine gute Portion Weihwasser versprühte. Dann lief der Countdown, der Startschuss fiel, und die Kirchenglocken läuteten: Der Wettkampf hatte begonnen. Die Läufer rannten los, die Radler fuhren in die entgegengesetzte Richtung, und man hörte das harte Klacken der Nordic-Walking-Stöcke auf dem Asphalt.

Dieser Wettkampf ist etwas Besonderes: Organisator ist Matthias Kopp, Pastoralreferent und begeisterter Sportler. „Oft stehen solche Veranstaltungen am Sonntag in Konkurenz zur Kirche. Das ist hier nicht der Fall, im Gegenteil“, erklärte Kopp. Motorradclub, Skiclub, Feuerwehr, das Deutsche Rote Kreuz und Gemeinde arbeiten Hand in Hand. Die Idee enstand vor sechs Jahren. „Wir wollten Leute von außerhalb zum Dorffest locken und organisierten dazu das Sportevent“, erinnert sich Kopp. Seitdem ist dieses Sportevent bei den Sportlern zwischen Stuttgart und Bodensee ein beliebter Termin. „Wir haben gute Sponsoren, die uns ermöglichen, beträchtliche Preisgelder auszuloben, das zieht natürlich auch“, erklärt Kopp.

Die Laufstrecke und die Nordic Walking Strecke sind zehn Kilometer lang, die kurze Mountainbikestrecke ist 35 Kilometer lang und hat ein Höhenprofil von rund 800 Metern, die lange ist 70 Kilometer mit einem Profil bis zu 1600 Höhenmetern. Die Nordic Walking Läufer haben es am besten: Sie stehen nicht unter Zeitdruck, die Größe der Gruppe wird mit einem Getränkekorb und Grillpaket prämiert.

Nach einer halben Stunde kommt schon der erste Läufer ins Ziel zurück. Armin Dietmann, Vorsitzender des Motorradclubs, steht auf der Kanzel und kündigt Zeiten, Nummern und Namen der Eintreffenden an. Die Begeisterung beim Publikum ist riesengroß. Besonders viel Applaus bekommt der 59 jährige Günther Plechinger aus Villingen-Schwenningen. Er nimmt jedes Jahr teil. „Ich bin ohne Segen gelaufen, weil der Pastoralreferent nur die Katholiken gesegnet hat. Sonst wäre ich villeicht auch schneller gewesen“, sagt er mit Humor. Die gute Stimmung, die hier herrsche, freue ihn jedes Jahr. Nach einer guten Stunde kommt der erste Mountainbiker zurück, dann die Nordic Walker. Viel Applaus gab es für die Sportler.