Finanzplan

Neufra will keine weiteren Schulden machen

Neufra / Lesedauer: 2 min

Gemeinderat berät Haushaltsentwurf für das Jahr 2015
Veröffentlicht:27.11.2014, 19:02
Aktualisiert:24.10.2019, 08:00

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Der Neufraer Gemeinderat hat den Entwurf des Haushaltsplans 2015 und des Finanzplans und Haushaltssicherungskonzepts bis 2018 beraten. Mit einem sehr positiven Abschluss wegen Mehreinnahmen von 300 000 Euro Gewerbesteuern liegen günstige Voraussetzungen für eine weitere Haushaltskonsolidierung vor.

Bürgermeister Reinhart Traub erläuterte zunächst einige Grundsätze und Mittelübertragungen aus 2014. So wurde die Sportplatzsanierung zurückgestellt, auch für die Ersatzbeschaffung eines Forstschleppers werden voraussichtlich nicht alle Mittel benötigt. Als zwingende Maßnahmen für 2015 zählte er den Notausgang im zweiten Obergeschoss des Kindergartens auf und verwies auch auf voraussichtliche Mehrkosten für die energetische Sanierung der Turnhalle und den Neubau des Staukanals Neufra-Mitte. Wichtig ist für Traub auch die Verbesserung im Buswartehäuschen Freudenweiler.

Bürgermeister Traub und der Fachbeamte für das Finanzwesen Werner Rominger waren sich einig, dass eine fundierte Vorhersage für den Zeitraum 2016 bis 2018 nicht möglich ist und deshalb dieser Bereich sehr vorsichtig angegangen werden muss. Rominger erläuterte dazu auch die Systematik, dass durch Haushaltseinnahmereste aus 2012 und 2013 zur Zeit keine Kreditaufnahmen notwendig sind. Mit dem Haushaltsentwurf von 4,6 Millionen im Verwaltungshaushalt sinkt die Pro-Kopf-Verschuldung in Neufra auf etwa 800 Euro; im Landesdurchschnitt liegt der Wert bei 400 Euro je Kopf der Bevölkerung.

Gemeinderat Anton Abt hält die Zeit für Investitionen in der jetzt günstigen Zinssituation für sehr geschickt. Sein Wunsch war es, dass neben einem mittelfristigen Finanzplan auch ein mittelfristiger Investitionsplan aufgestellt wird.

78 000 Euro Zinsen jährlich

Werner Rominger teilte mit, dass die jährlichen Zinsaufwendungen bei etwa 78 000 Euro liegen und dabei mehrere langfristige Darlehen mit Zinsätzen von 3,5 bis 5,95 Prozent Verzinsung mit einer Laufzeit bis 2019 gelten. Rominger wurde beauftragt, Möglichkeiten der Umfinanzierung zu prüfen.

Der Bürgermeister kündigte an, dass er für das Frühjahr 2015 zu einer Klausurtagung einladen werde. „Jeder soll einbringen, was ihm wichtig ist“, meinte Traub und will damit notwendige Investitionsmaßnahmen erfassen und eine Prioritätenliste erarbeiten. Für verschiedene wichtige Maßnahmen wie Sanierung Feuerwehrgerätehaus und Straßenbau sollen über Gutachter Planungswerte ermittelt werden, damit Grundlagen für Förderanträge vorbereitet werden können.

Anton Abt beantragte, dass vorhandene Haushaltsplanabweichungen erläutert und mit Stichworten versehen werden, damit mehr Klarheit in die Debatte kommen kann.