Stadtentwicklung

Stadtentwicklung: Ideen der Bürger sind gefragt

Mengen / Lesedauer: 3 min

Wie soll es am Bahnhof, in der Hauptstraße oder der Karlstraße weitergehen? Die Stadtverwaltung Mengen lädt Interessierte zu einem Workshop ein.
Veröffentlicht:31.05.2022, 14:57

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Die Stadt Mengen lädt interessierte Einwohner aus Mengen und den Ortsteilen ein, sich mit eigenen Ideen und Anliegen an der weiteren Stadtentwicklung zu beteiligen. Bei einem Bürgerworkshop, der am 9. Juli, im Bürgerhaus in Ennetach stattfindet, sollen verschiedene Bereiche der Innenstadt wie der Bahnhof und das an ihn angrenzende Areal, der Stadteingang vom Bahnhof aus gesehen, das Hotel Bayer, die Karlstraße und die Hauptstraße im Fokus stehen. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Zwei Konzepte müssen erstellt werden

In den vergangenen Jahrzehnten sei es der Stadt dank der wiederholten Aufnahme in Programme der Städtebauförderung gelungen, eine „lebendige und attraktive Stadtmitte“ zu schaffen, heißt es in der Mitteilung. Nun gelte es, diese Entwicklung aktiv voranzutreiben. „Vor diesem Hintergrund wird derzeit mit Unterstützung der LBBW Immobilien Kommunalentwicklung GmbH (KE) die Antragsstellung zur erneuten Aufnahme in ein Städtebauförderprogramm vorbereitet.“ Die Grundlage stelle dabei die Erarbeitung eines gesamtörtlichen Entwicklungskonzepts und eines gebietsbezogenen integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts dar. Bei diesen Konzepten würden in Zusammenarbeit von Verwaltung, Gemeinderat, Stadtplanern der KE und der Bürgerschaft die städtebaulichen Missstände in Mengen aufgezeigt, Vorschläge zur funktionellen und gestalterischen Aufwertung zusammengetragen und die Ziele für die nächsten Jahre festgelegt.

So profitieren Kommune und Privateigentümer

In Mengen sind laut Stadtverwaltung seit 1984 bereits vier Sanierungsgebiete realisiert worden, allein im letzten habe die Stadt 2,9 Millionen Euro an Fördermitteln erhalten. Die Aufnahme in ein Städtebauförderprogramm biete sowohl der Kommune als auch den Privateigentümern im Untersuchungsgebiet Vorteile. Für Gestaltungsmaßnahmen im öffentlichen Raum, wie die Neugestaltung von öffentlichen Straßen und Plätzen, könne die Stadt Fördermittel im Wert von 60 Prozent der anfallenden Investitionskosten erhalten. Auch für die Modernisierung von gemeindeeigenen Gebäuden und Gemeinbedarfseinrichtungen sowie die Anlage oder Erneuerung öffentlicher Spielplätze, Stellplätze, Parkflächen und Grünanlagen können Fördermittel beantragt werden. Für private Eigentümerinnen und Eigentümer, die Maßnahmen an ihrem Gebäude planen und dafür einen Vertrag mit der Gemeinde abschließen, sei es ebenfalls möglich, Fördermittel zu erhalten. So kann der Gemeinderat einen Fördersatz bis zu 35 Prozent der Investitionskosten für private Modernisierungsmaßnahmen festlegen. Für Abbruchmaßnahmen seien sogar bis zu 100 Prozent der anfallenden Kosten förderfähig.

So läuft der Workshop ab

Die Bürgerinnen und Bürger können sich bei einem Workshop einbringen, der am Samstag, 9. Juli, von 9 bis 15 Uhr im Bürgerhaus in Ennetach stattfinden wird. Auch Mieter oder Pächter von Immobilien im Stadtgebiet sind eingeladen. Nach einer Einführung durch Bürgermeister Stefan Bubeck und Impulsvorträgen zu den beiden zu erstellenden Entwicklungskonzepten durch die begleitenden Stadtplaner sind die Teilnehmer gefragt und tauschen sich in Arbeitsgruppen über Ziele und Maßnahmen aus. Die Ergebnisse fließen anschließend in die Konzepterstellung ein.

Für die Teilnahme am Workshop ist eine Anmeldung bis zum 24. Juni notwendig. Dies geht per Mail an [email protected] oder unter Telefon 07572/60 72 01.