Bestatterberuf

Durch seine Mutter kam er zum Bestatterberuf

Mengen / Lesedauer: 2 min

Manuel Beck hat seine Fortbildung erfolgreich absolviert – Auch hier sorgte Corona für Probleme
Veröffentlicht:05.04.2022, 18:00

Von:
Artikel teilen:

Manuel Beck aus Bierstetten hat Ende des letzten Jahres die Fortbildung zum „geprüften Bestatter“ mit Erfolg abgeschlossen. Seine Ausbildung erfuhr er im Bestattungsinstitut Kieferle in Mengen.

Schon in der Projektprüfung zum mittleren Bildungsabschluss beschäftigte er sich mit dem Thema „Sterben und Tod“, was thematisch nur mit einer Sondergenehmigung zugelassen werden konnte, erzählt er. Nach seiner Ausbildung zum Zimmermann, arbeitete er noch zwei Jahre im Beruf, bevor er sich um eine weitere Ausbildung zum geprüften Bestatter entschloss. „Durch meine Mutter“, eine gelernte Altenpflegerin, so erzählt der junge Mann, „die auch Sterbende in ihren letzten Stunden begleitete, das habe ihm imponiert und Interesse bei ihm geweckt“. Mit der Praktikumsstelle beim Bestattungsinstitut Kieferle, konnte er sein Interesse für den Bestatterberuf vertiefen. Schon zum nächsten ersten des darauffolgenden Monats sollte die Festanstellung beginnen.

Während seiner Ausbildung durchlief er alle Arbeiten des breitgefächerten Berufsbilds, das vom Bestattungsrecht über die Dokumenationen und Trauerpsychologie bis hin zur hygienischen Grundversorgung eines Verstorbenen reicht. Bevor Manuel Beck überhaupt zur Prüfung zugelassen werden konnte, musste er alle erforderlichen Voraussetzungen zuerst erfüllen: Als Kriterien sind mindestens zwei Jahre Berufserfahrung sowie eine abgeschlossene Ausbildung, bevorzugt im Holzhandwerk oder einem kaufmännischen Beruf erforderlich.

Er besuchte die Theo-Remmertz-Akademie e.V. im unterfränkischen Münnerstadt, das ist das Bundesausbildungszentrum der Bestatter, in dem die Auszubildenden in ihren überbetrieblichen Unterweisungen unterrichtet werden. Und hier gibt es auch den weltweit einzigartigen Lehrfriedhof, der als wesentliche Komponente im Ausbildungsplan miteingebunden ist. Auch hier sorgte Corona für Probleme und so wurden die Prüfungstermine mehrfach verschoben, so dass erst Ende des letzten Jahres die Prüfungen vor der Handwerkskammer in Düsseldorf sowie im Bundesausbildungszentrum der Bestatter an der Theo-Remmertz-Akademie e.V. Münnerstadt abgelegt werden konnten.

Und so gratuliert Martina Kieferle, Geschäftsführerin des gleichnamigen Bestattungsinstituts ihrem Mitarbeiter Manuel Beck zur bestandenen Weiterbildung zum „geprüften Bestatter“ und freut sich auf eine weitere gute Zusammenarbeit.