Kohlrabengericht

Hohles Kohlrabengericht verurteilt Linda und Antonia Sprißler

Inneringen / Lesedauer: 2 min

Cyberterroristische Aktivität lautet die Anklage für die Schwestern und den Narrenschultes Wolfgang Reiser
Veröffentlicht:26.02.2020, 08:26

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Die alljährliche Verhandlung des hohlen Kohlrabengerichts war wieder ein süffisantes Spektakel mit allerhand Anschuldigungen, bei dem die Angeklagten Wolfgang Reiser, Antonia und Linda Sprißler trotz vehementer Beteuerung ihrer Unschuld nicht ohne Bestrafung davon kamen.

Holger Bohner als Autor der Verhandlung hatte einmal mehr sämtliche Verfehlungen, Missstände und Spekulationen in eine absolut sehenswerte Verhandlung mit Richter Timo Metzger, Gerichtsdiener Marc Fritz, Verteidiger Georg Brandstetter und Staatsanwalt Bernd Metzger verpackt. Die Anklagepunkte wogen schwer: Narrenschultes Wolfgang Reiser und die beiden für den Narrenverein sehr aktiven Schwestern Linda und Antonia Sprißler haben sich dem Cyberterrorismus verschrieben und würden den ganzen Narrenverein mit dem neumodischen Zuigs durcheinander bringen. Da Linda krankheitsbedingt nicht anwesend sein konnte, wurde sie von ihrem Vater Ludwig vertreten. Überhaupt sei der Ludwig ein ganz armer Tropf, der vermutlich von seinen Töchtern bei Fasnetsveranstaltungen des Hauses verwiesen werde, damit seine Töchter ausgiebig feiern können, mutmaßte Richter Timo.

Zusätzlich wurde Narrenschultes Wolfgang Reiser angeklagt, am schmotzigen Donnerstag mit seinem penetranten Geschelle den ganzen Ort zu tyrannisieren und zudem noch die ganze Kohlrabenschar herumzukommandieren. Natürlich schweifte das Gericht ständig ab, um viele weitere Begebenheiten in und um Inneringen und verschiedene Personen aufzudecken und zu analysieren. Wie immer war die Feuerwehr dabei ein dankbarer Lieferant für Geschichten, die es zu beleuchten und zu kommentieren galt. Aber auch die Zunfträte, die Gemeinderäte oder die Männer der Holzkasse bekamen ihr Fett ab. Die Wortgewitzten Redewendungen sorgten immer wieder für Gelächter beim Publikum. Letztlich wurde das Urteil gesprochen, das wie immer sehr zum Vorteil des fünfköpfigen Komitees ausfiel, denn sie sicherten sich die ganztägige Verpflegung am Rosenmontag des nächsten Jahres. Abschließend mussten die Angeklagten noch das Kohlrabenlied anstimmen.