Feldkreuz

Großer Gemeinschaftssinn macht das neue Feldkreuz möglich

Illmensee / Lesedauer: 2 min

Bürger aus Ruschweiler und Judentenberg helfen zusammen
Veröffentlicht:31.08.2011, 10:55
Aktualisiert:25.10.2019, 16:00

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Ganz oben, an der Gemarkungsgrenze zwischen Ruschweiler und Judentenberg, dort wo der Blick über die Alb und zum Bussen am schönsten ist, lädt seit 1967 ein Feldkreuz zum Innehalten ein. Regen, Wind, Schnee und Sonne haben in den vier Jahrzehnten vor dem Holz nicht Halt gemacht, so dass die Frage nun lautete: entfernen, renovieren oder ersetzen. Franz Lorenz aus Ruschweiler ergriff schließlich die Initiative. Er fand genügend Mitstreiter aus beiden Weilern und gemeinsam wurde beschlossen, ein neues Kreuz aufzustellen. „Mit oder ohne Gekreuzigten“ lautete eine Entscheidung, die anstand, bevor Sponsoren und Helfer gesucht und gefunden wurden. Kaum eine Familie in den beiden Gemeinden, die sich nicht einbringen wollte.

„Ein Gemeinschaftswerk“, sagte Lorenz deshalb bei der Weihe des großen Eichenkreuzes mit dem kunsthandwerklich gearbeiteten gekreuzigten Jesus. Neben das Kreuz wurde ein schöner Findling gesetzt und eine Sitzbank auf handgepflastertem Untergrund lädt zum Verweilen ein. 130 Stunden ehrenamtliche Arbeit seien eingeflossen, erklärte Lorenz, Maschinen oder Material wurden ebenfalls gratis zur Verfügung gestellt und das Kreuz selbst spendierte „Hauptsponsor“ Johann Weber. „An der Gemeinde ist nichts hängen geblieben“, sagte Lorenz über die Kosten. Eine Information, die auch Bürgermeister Bernhard Stadler bestätigte: „Wir haben eine Bürgschaft übernommen, aber sie wurde nicht gebraucht.“ Das Kreuz und insbesondere die gestifteten Sitzbänke – insgesamt sind es fünf – seien ein weiterer Baustein der Aktionen in der Gemeinde. „Danke für die Initiative, danke für die Umsetzung“, sagte Stadler zu den Helfern, allesamt Männer und Frauen, „die für solche Traditionen etwas übrig haben“.

Pfarrer Albert Eckstein oblag es, das Kreuz im Rahmen einer kleinen Andacht zu segnen, bevor man den Nachmittag mit einer fröhlichen Begegnung bei Kaffee und Kuchen unter strahlend blauem Himmel ausklingen ließ.