Pflegezustand

Preisrichter achten auf den Pflegezustand

Hohentengen / Lesedauer: 3 min

Rassegeflügel- und Lokalschau Kaninchen – Gefiederdichte, Gewicht, Körperform werden bewertet
Veröffentlicht:29.12.2019, 17:03
Aktualisiert:30.12.2019, 08:42

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Traditionsgemäß haben die Gögemer Kleintierzüchter zu ihrer 42. offenen Rassegeflügel- und Lokalschau Kaninchen in die Göge-Halle eingeladen. Mit mehr als 600 Rassetieren gehört diese Veranstaltung qualitativ mit zu den bedeutendsten der Region.

Von der Ortenau über Oberschwaben bis zum Allgäu sowie der Bodensee- und Albregion brachten Züchter ihre schönsten Tiere mit nach Hohentengen. Die heimischen Züchter präsentierten ebenso ihre prachtvollen Zuchtergebnisse. So gehörten die preisgekrönten Vorwerkhühner der Jungzüchter Hanna und Lisa Zimmermann, die bei der oberschwäbischen Kreisgeflügelschau mit hervorragend bewertet und dafür die Bundesjugendmedaille überreicht bekamen, ebenso wie die Kölner Tümmler Tauben von Benedikt Hansbauer, die mit dem Kreisverbandsehrenpreis ausgezeichnet wurden, mit zu den Anziehungsmagneten der vielfältigen Kleintierschau. Bevor die Öffentlichkeit die ausgestellten Tiere in Augenschein nehmen durfte, wurden die Tiere den Preisrichtern vorgestellt. Sie beurteilten unter anderem die Fell- oder Gefiederdichte, Gewicht, Körperform wie Typ und Bau, Farbgebung und Rasse. „Der ganzheitliche Pflegezustand der einzelnen Tiere findet in den Augen der Preisrichter eine gewichtige Beachtung“, sagt Roland Zimmermann, Zuchtwart Geflügel im Kleintierzuchtverein Göge .

Schon in der Vorbereitungsphase auf die Ausstellungen müssen die Tiere an die Ausstellungskäfige gewöhnt werden, sodass sie sich am Tag der Bewertung in voller Blüte den Juroren zeigen. Gerade die Blüte der Tiere ist für jeden Züchter mit ausschlaggebend, welche Tiere er in der Ausstellung den Preisrichtern vorstellt. Die höchstmögliche Bewertung für Kaninchen wird mit 100 Punkten notiert. Bei Tauben und Hühnern sowie den Vögeln und dem Wassergeflügel liegt die Messlatte bei 97 Maximalpunkten. In ihren Beurteilungen gingen die Preisrichter auch auf die Wichtigkeit des orientierten Umgangs mit den Tieren sowie auf die Vielfalt des ausgestellten Geflügels ein.

Vielfalt wird erforscht

So hat sich 2004 der Wissenschaftliche Geflügelhof (WGH) des Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) zur Aufgabe gemacht, die Vielfalt des Rassegeflügels zu erforschen, wobei die biologische Grundlagenforschung als auch der Tierschutz mit eingeschlossen werden. Außerdem gibt die rote Liste Auskunft über den Bestand der alten einheimischen Geflügelrassen, die vor 1930 in Deutschland gezüchtet und gehalten wurden. Noch vor 40 Jahren seien die Kleintierzüchter wegen ihres breitgefächerten Hobbys vielfach belächelt worden, heutzutage erfährt die Kleintierzucht in allen Schichten der Gesellschaft Aufmerksamkeit und Beachtung. „Die Siegerehrung ist der Lohn für die zielorientierte Zuchtarbeit in einem Jahr, die ausgestellten Tiere entstammen alle dem Zuchtjahr 2019“, sagte der Vorsitzende Gerhard Zimmermann. Jedes Jahr werde aufs Neue versucht, den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. „So erklärt sich auch die hohe Qualität der ausgestellten Tiere“, so Zimmermann.

Als höchst dotierte Auszeichnung der offenen Rassegeflügelschau und Lokalschau Kaninchen gilt das Blaue Band der Göge, dieses wird an die jeweils besten Tiere einer jeglichen Rasse verliehen. Die Zweitplatzierten erhalten den Göge-Pokal sowie die Drittplatzierten den Göge-Ehrenpreis.