Baugebiet

Inneringen bekommt neue Baugebiete

Hettingen / Lesedauer: 3 min

Der Gemeinderat stimmt in seiner letzten Sitzung des Jahres für drei Aufstellungsbeschlüsse
Veröffentlicht:30.12.2019, 17:55

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Der Gemeinderat der Stadt Hettingen hat in seiner letzten Sitzung des Jahres drei Aufstellungsbeschlüsse für Bebauungspläne im Stadtteil Inneringen gefasst. Es werden im Außenbereich Wohnbauflächen nach dem Paragraf 13b Baugesetzbuch (BauGB) im „Großen Brühl“, im „Birkenweg“ und in der „Kleinen Wiese“ geplant. In Inneringen hat die Stadt momentan nur noch sieben Bauplätze zu verkaufen. Bürgermeisterin Dagmar Kuster stellte die drei Vorhaben vor und erklärte, dass die Stadt für Familien und Bauwillige Bauplätze in Inneringen zur Verfügung stellen möchte. Insgesamt gebe es in beiden Stadtteilen rund 70 Bauplätze in privater Hand.

Die Flächen, die nun in Inneringen überplant werden sollen, gehören nicht der Gemeinde. Die Eigentümer seien aber ein paar Tage vor der Sitzung schriftlich über das Vorhaben der Gemeinde informiert worden, sagte Kuster. Rat Gerhard Sprißler fragte, wie groß die Chancen seien, dass die Gemeinde die Flächen tatsächlich bekomme. Kuster erklärte, dass die Gemeinde nur die Flächen umlegen, planen und erschließend werde, die in ihrem Eigentum sind. „Wir werden keine privaten Flächen erschließen“, betonte sie. Wenn ein Eigentümer seine Fläche nicht verkaufe, dann falle diese Fläche aus der Planung heraus.

Die Grundstücksverhandlungen werden im neuen Jahr aufgenommen, kündigte die Bürgermeisterin an. Um von der Verfahrensvereinfachung der Baulanderschließung nach dem Paragraf 13b profitieren zu können, müssen die Satzungsbeschlüsse bis Ende 2021 gefasst sein. „Wir sind auf dem letzten Drücker“, räumte sie ein und deutete damit an, dass der Zeitplan eng werden könnte. Die Flächen, die die Gemeinde bisher kaufen wollte, habe sie nicht bekommen. Deshalb wolle sie jetzt mit dem Paragraf 13b neue Möglichkeiten schaffen. Die Aufstellungsbeschlüsse bedeuten aber nicht, dass alle Flächen erschlossen werden. Es gehe vor allem darum, Möglichkeiten für die Entwicklung von Wohnungsbau zu schaffen, erklärte Kuster.

Das neue Baugebiet „Kleine Wiesen“ hat eine Fläche von 2,3 Hektar: Es sind 14 Flächen, die 20 Eigentümern gehören. Diese Flächen befinden sich am östlichen Siedlungsrand und grenzen an die Pistrestraße und Jahnstraße an. Es ist vorgesehen, das neue Wohngebiet „Kleine Wiesen“ an die bestehende Wohnbebauung „Erschland“ anzuschließen. Bisher sind die Flächen in landwirtschaftlicher Nutzung.

Baugebiet liegt innerorts

Das neue Wohngebiet „Birkenweg“ wird auf der Freifläche an der Birkenstraße entwickelt. Sie ist 0,7 Hektar groß und liegt innerorts zwischen den Straßen „Oberer Wiesenweg“ und „Ringstraße“. Im Flächennutzungsplan ist dieser Bereich bereits als Wohngebiet ausgewiesen.

Im Außenbereich befindet sich die geplante Fläche „Großer Brühl “, schließt aber direkt an die bestehende Bebauung an. Es sind 0,7 Hektar, die zwischen der Gammertinger Straße und der Jahnstraße erschlossen werden sollen. Im Flächennutzungsplan galt diese Fläche bisher als Fläche für Aufforstung. Um für dieses neue Wohngebiet eine Zufahrt zu schaffen, wird eine Erschließungsstraße zur Gammertinger Straße notwendig sein. Dafür werde man bestehende Gebäude abreißen müssen, kündigte Kuster an. „Der Abbruch der Gebäude ist mit dem Eigentümer aber bereits besprochen“, erklärte sie.

Wie schnell diese Flächen erschlossen werden können, wurde aus dem Gremium gefragt. „Wenn wir schnell Eigentümer werden, kann es schnell gehen“, sagte Bürgermeisterin Kuster. Man werde sehen, in welchem der drei Gebiete mit der Planung angefangen werde könne.