Kreisparteitag

Gönner mit 97,43 Prozent wiedergewählt

Ennetach / Lesedauer: 2 min

Gönner mit 97,43 Prozent wiedergewählt
Veröffentlicht:31.01.2010, 13:10
Aktualisiert:26.10.2019, 06:00

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Tanja Gönner ist beim Kreisparteitag der CDU gestern Abend in Ennetach mit überwältigender Mehrheit als Vorsitzende wiedergewählt worden. Die Umweltministerin erhielt 97,43 Prozent und verbesserte ihr Ergebnis von vor zwei Jahren um rund dreiProzent.

Von unserem Redakteur Michael Hescheler

„Ich halte es ausnahmsweise mit Konrad Adenauer“, sagte Gönner und erinnerte an eine Forderung, die sie in der Jungen Union vortrug. Ihr Credo damals: Die Amtszeiten von Parteifunktionären sollten begrenzt werden.

Gönner steht seit acht Jahren an der Spitze der Kreis-CDU und wird dies weitere zwei Jahre bleiben. Mit großer Mehrheit bestätigten sie die Mitglieder gestern im Amt. 228 von 234 Stimmen entfielen auf sie, das sind 97,43 Prozent. Zum Vergleich: Beim Parteitag 2007 in Hettingen erhielt Gönner mit 94,87 Prozent einige Punkte weniger.

Wiedergewählt wurden außerdem Gönners Stellvertreter Alexandra Hellstern-Missel, Sebastian Hummel und Arne Zwick. Gegenkandidaten gab es keine.

Im Rechenschaftsbericht kein Thema war der bevorstehende Übergang des Landtagsmandats von Ernst Behringer auf Tanja Gönner. Rechtzeitig vor der Landtagswahl 2011 will die Umweltministerin Abgeordnete werden. Zu den Bundestagswahlen, bei der die CDU Federn ließ, sagte Gönner, das Zweitstimmenergebnis habe sie betroffen gemacht. Im Wahlkreis Sigmaringen-Zollernalb rutschte die Partei unter 40 Prozent. Ziel sei, diese Marke bei den nächsten Wahlen wieder zu übertreffen. „Wenn wir das nicht schaffen, erreicht die CDU bundesweit kein besseres Ergebnis.“

Gönner nahm in ihrem Tätigkeitsbericht zum Wegfall von 450 Stellen beim Pfullendorfer Küchenhersteller Alno Stellung: Die Alno-Manager seien ihrer Verantwortung gegenüber der Region und den Mitarbeitern nicht nachgekommen, sagte die Ministerin. Sie nannte es unehrlich, die Mitarbeiter erst in einen Wettlauf mit einem anderen Standort zu schicken, und dann davon nichts mehr wissen zu wollen. Für das gestern ausgesprochene Nein des Betriebsrats zu Verhandlungen mit dem Vorstand habe sie großes Verständnis.

Über die Rede des CDU-Fraktionschefs im Bundestag, Volker Kauder, werden wir noch berichten