Petition

Ex-Gemeinderat startet Petition

Herbertingen / Lesedauer: 2 min

Bürger sprechen sich für einen Lebensmittelmarkt auf dem Löwenareal aus
Veröffentlicht:29.08.2014, 10:18
Aktualisiert:24.10.2019, 10:00

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Die öffentliche Diskussion über den geplanten Rewe-Markt in Herbertingen nimmt Fahrt auf. Alfred Krippel, ehemaliger Gemeinderat der Freien Liste, hat die Petition auf der Internetplattform Openpetition am Mittwoch gestartet. Bis Donnerstagnachmittag hatte sie rund 50 Unterzeichner. Auf Antrag von CDU und Unabhängige Bürger findet am Mittwoch, 3. September, um 19.30 Uhr im Rathaus eine öffentliche Sitzung des Gemeinderates statt. Dabei soll über den aktuellen Stand des Projektes informiert werden (SZ berichtete).

In der Petition, die sich an das Rathaus Herbertingen richtet, begründet Krippel : „Wir fordern vom Gemeinderat den Abriss des Löwenanbaus, der Vollsortimenter soll schnellstens her, Schluss mit endlosen Diskussionen mancher Gemeinderäte, wirklich für die Gemeinde da sein und nicht nur für eigene Interessen, endlich Fortschritt in Herbertingen.“

Als Pro-Argument ist unter anderem aufgeführt, dass ein Vollsortimenter eine Ergänzung zum vorhandenen Discounter sei und er eine fußläufig erreichbare Einkaufsmöglichkeit sei. Dagegen spricht, dass mit der Ortsumfahrung der Verkehr aus dem Ortskern gebracht wurde und nun etwa durch Liefer- und Kundenverkehr wieder hineingelenkt würde. Die Petition kann bis 23. September unterzeichnet werden. Die bisherigen Unterstützer stammen bislang überwiegend aus Herbertingen und den Teilorten, aber auch aus Bad Saulgau und Sigmaringen.

Mit der außerplanmäßigen Ratssitzung wollen CDU und Unabhängige Bürger Fragen rund um das Vorhaben des Marktes auf dem Löwenareal beantwortet haben. Die CDU möchte unter anderem wissen, ob die Gemeinde eine Veranschaulichung des geplanten Gebäudes etwa mit einem Gerüst plant, ob sie von einer Unterschriftenaktion gegen den Neubau weiß und wie das Büro Künster zu dem Vorhaben steht. Künster hat den Auftrag, eine Umgestaltung des Ortes im Zuge des Rückbaus der Ortsdurchfahrt zu planen. Die Unabhängigen Bürger wollen beispielsweise Informationen zur Prüfung von Alternativstandorten, Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Bauträger, Verkehrsführung und damit verbundene Kosten für die Gemeinde.

Im Mai hatte der damalige Gemeinderat die Änderung des Bebauungsplans „Steigäcker I“ beschlossen. Damit war dieVoraussetzung geschaffen, dass überhaupt ein Vollsortimenter mit bis zu 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche auf dem Areal errichtet werden kann.