Heimat

Die Denkinger feiern ihr 75er-Jubiläum

Denkingen / Lesedauer: 2 min

Eine abwechslungsreiche Tagesfahrt ins Oberland
Veröffentlicht:29.07.2022, 18:59

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Mit einer gelungenen Tagesfahrt zum Kloster Heiligkreuztal und der Heuneburg bei Herbertingen gab es nach der langen „Corona-Abstinenz“ endlich wieder eine Gelegenheit zum gemeinsamen Feiern.

Der Jahrgangsausschuss 46/47 hatte eine Mischung aus Kultur und Unterhaltung vorbereitet und außerdem beim Wettergott gemäßigte Temperaturen bestellt.

Im Freilichtmuseum an der Donau ergaben sich interessante Einblicke in die keltische Höhensiedlung „Pyrene“, welche 600 Jahre vor unserer Zeitrechnung ihre Blüte hatte. Die wertvollen Grabfunde in der ältesten Stadt nördlich der Alpen zeugen von der hoch entwickelten Handwerkskunst unserer Vorfahren.

Nicht ganz so alt sind dagegen die gut restaurierten Bauten des Klosters Heiligkreuztal. Die prächtigen Altäre aus der Renaissance- und Barockzeit, das farbenprächtige Chorfenster in der Klosterkirche strahlen in den altehrwürdigen Mauern eine wohltuende Ruhe aus, weshalb das Zisterzienserinnenkloster als Tagungsort sehr beliebt ist. Der gut gepflegte Klostergarten mit seiner Blütenpracht und den vielen Heil- und Gewürzkräutern beeindruckten die Besuchergruppe ebenfalls.

Beim abschließenden Höhepunkt im sogenannten „Zuckergässle“ in Langenenslingen wurden alte Kindheitserinnerungen geweckt. Mit Staunen kann man hier den Werdegang von roten Zuckerosterhasen beobachten, welche in der kargen Nachkriegszeit als süß-klebrige Beigabe in keinem Osternestle fehlen durften. Der umtriebige Meister Wolfram Stehle demonstriert das handwerkliche Anrühren und Gießen nach dem traditionellen Verfahren. Dabei treibt er seine Späße mit dem dankbar staunenden Publikum, assistiert von seiner hilfsbereiten Ehefrau. Mit großem Sammeleifer hat Stehle eine Unmenge von den verschiedensten Gießformen zusammengetragen. Und als Nebenprodukt zaubert der Unterhaltungskünstler noch die guten alten Himbeerbonbons, welche die Kinderherzen in den guten alten Tante-Emmaläden höher schlagen ließen. Die betagten Jubilare freuten sich eben in ihrer Jugend eben noch an wirklichen süßen Kleinigkeiten. Mit der zusammen gekauften Einrichtung könnte das „Zuckergässle“ jederzeit ein mittelgroßes Heimatmuseum ausstatten.

Nach der abschließenden Verköstigung gab es auf der Heimfahrt über die Alb für die Organisatoren und den jahrgangseigenen Busfahrer Karl den verdienten Applaus.