Reissack

Helfen bringt Freude: Ein Reissack als Weihnachtsgeschenk

Gutenstein / Lesedauer: 3 min

Menschen auf den Philippinen treffen die Preissteigerungen hart – Gutensteiner Projekt hilft
Veröffentlicht:06.12.2022, 05:00

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Reis für ein Weihnachtsfest ohne Hungern: Die Spendenaktion „Reissack“ von dem Gutensteiner Hilfsprojekt Mariphil für die Philippinen gibt es bereits seit mehr als 20 Jahren. Doch Krisenzeiten erfordern in diesem Jahr bei der Aktion ein paar kleine Änderungen.

Das Prinzip ist einfach: Für 40 Euro kauft der Spender einen Sack mit 40 Kilogramm Reis, der eine Familie auf den Philippinen um die Weihnachtszeit herum zwei Wochen lang satt machen soll. Denn die Hauptnahrung auf dem Inselstaat ist Reis. Im vergangenen Jahr wurden knapp 137 Tonnen Reis gespendet und damit etwa 32.500 Menschen versorgt. 300 Gramm Reis pro Tag für 14 Tage sind in dem Paket enthalten.

Spenden werden dringend gebraucht

Auch auf den Philippinen sind Millionen Menschen vom Klimawandel und von den aktuellen Preissteigerungen betroffen. „Viele haben keine feste Arbeit und leben von der Hand in den Mund“, erklärt Martin Riester , der das Hilfsprojekt Mariphil leitet.

„Uns tut es schon weh, aber dort tut es richtig weh.“

Umgerechnet 7,80 Euro verdienen die Menschen auf den Philippinen laut Riester am Tag. Aber ein Liter Sprit koste kaum weniger als in Deutschland. Und auch die Lebensmittelkosten steigen. Darum sei die Hilfe nötiger denn je.

Wer einen Reissack spendet, erhält neben einer Spendenbescheinigung auch einen Brief von der beschenkten Familie in Asien, dessen Briefmarke er mit seiner Spende gleich mitfinanziert. „Die Spender können so jederzeit direkt nachprüfen, ob ihr Geschenk auch wirklich bei einer bedürftigen Familie angekommen ist“, berichtet der Vorstandsvorsitzende Martin Riester. Manche Spender hätten sogar schon die Philippinen besucht und dort die Familien getroffen, denen sie einmal einen oder zwei Säcke Reis gespendet hatten.

Spendenbereitschaft geht zurück

Zusätzlich sammeln auch Freiwillige des Weltwärts-Programms Reis für ihre Projekte auf den Philippinen. So gelangt auch Reis in weitere Gegenden der Philippinen.

Die Spendenbereitschaft ist laut Riester wegen der Pandemie schon zurückgegangen. Jetzt sei es nochmal weniger geworden, sagt er. Gerade die Menschen, die selbst nicht viel übrig haben, könnten jetzt nicht auch noch spenden.

Beitrag für einen Sack Reis steigt nicht

Die Kosten steigen, aber Mariphil möchte trotzdem den Spendenbetrag nicht erhöhen. „Eigentlich hätten wir mit dem Preis hochgehen müssen“, sagt er.

Es bleibt also auch dieses Jahr bei 40 Euro für einen Sack Reis. Stattdessen verwendet das Hilfsprojekt eine günstigere Reissorte. Laut Riester ist es nicht mehr der bisherige Spitzenreis, aber trotzdem eine qualitativ gute Sorte.

„Auch heute waren sie wieder den ganzen Tag unterwegs“, berichtete Riester am Donnerstag vergangene Woche. Die Aktion ist also bereits im vollen Gange. Um Weihnachten herum ist dabei jedoch die Hauptzeit. Spenden nimmt Mariphil aber auch noch bis in den Januar hinein an.

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