Jugendhaus

Der Austausch mit anderen steht im Fokus

Gammertingen / Lesedauer: 3 min

Mädchen und Jungen sammeln Ideen für das neue Jugendhaus in Gammertingen
Veröffentlicht:30.10.2018, 16:54
Aktualisiert:22.10.2019, 15:00

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Bei einem zweiten Workshop am Montag im Jugendhaus haben Mädchen und Jungen aus Gammertingen weiter Ideen für den Umzug in die neue Unterkunft an der Steinbeisstraße gesammelt. Zwar fiel die Resonanz wegen der Herbstferien geringer aus als beim ersten Mal, allerdings wurde einmal mehr deutlich, wie gefragt das Jugendhaus als Treffpunkt ist. Wann genau der Umzug über die Bühne geht, ist derweil noch offen.

Allein die bislang gesammelten Vorschläge zur Raumgestaltung machen deutlich, wie weit die Ideensammlung bereits fortgeschritten ist – und dass es den Jugendlichen keinesfalls an Ideen fehlt. Für die neuen Räume können sie sich Graffiti ebenso vorstellen wie eine Sternendecke, Schwarzlicht, Gardinen und eine Wand zum Bemalen. Darüber hinaus wünschen sich die Jugendlichen unter anderem Discolichter, Schränke und Sitzgelegenheiten.

Graffiti passend zu den Räumen

Am Montagnachmittag wurden diese Vorschläge weitergedacht. So können sich die Jugendlichen vorstellen, die Graffiti je nach Nutzung des Raums zu gestalten – beispielsweise mit Computerspiel-Charakteren für die Spielekonsole, Pizza oder Kuchen für die Küche, Kugeln und Queues für den Billardtisch sowie Festplatten und Google-Schriftzug für einen möglichen Computerraum.

Erste Gedanken machten sich die Teilnehmer auch über einen neuen Namen für das Jugendhaus: „Der Treff“? „Die Außenseiter“? „Der Insider“? Ob es am Ende einer von diesen oder ein ganz anderer Vorschlag wird, ist allerdings noch offen – ebenso wie der Termin für ein nächstes Treffen.

„Freies WLAN und Disco-Beleuchtung – das sind zum Beispiel Dinge, die mir für das neue Jugendhaus wichtig wären“, sagt Pascal. Schon jetzt kommt der 17-Jährige mehrmals pro Woche ins Jugendhaus – in erster Linie, um sich mit anderen auszutauschen. Dazu zählen auch die Jugendbeauftragte Alessandra Friemelt und ihr Kollege Frank Steng, die sich um die Belange der Schüler kümmern. „Ich freue mich schon aufs neue Jugendhaus“, sagt Pascal. „Hier sind die Decken kaputt und die Fenster undicht – und vielleicht bekommen wir ja auch ein paar neue Sofas.“

Auch Alex (16) und Sarah (15) kommen vor allem ins Jugendhaus, um andere Mädchen und Jungen zu treffen. „Vor gut einem Jahr war ich zum ersten Mal da“, erzählt Sarah, die auch gerne mal den Billardtisch nutzt. Klassenkameraden hätten sie damals auf das Jugendhaus aufmerksam gemacht. Für die neue Unterkunft wünsche sie sich insbesondere schönere Wände, frischere Farben und neue Angebote.

Wunsch nach Tischtennisplatte

Der zehnjährige Maximilian hatte das Jugendhaus an der Sigmaringer Straße im vergangenen Jahr bereits anlässlich des Ferienspaß-Programms besucht. Seit diesem Schuljahr kommt er regelmäßig dorthin. „Ich spiele gerne Billard oder Tischkicker“, sagt er. Im neuen Jugendhaus könne er sich aber auch einen Airhockey-Spieltisch oder eine Tischtennisplatte vorstellen.

Das Gebäude, in dem sich das Jugendhaus bislang befindet, soll in der ersten Jahreshälfte 2019 abgerissen werden. Auf dem Schey-Areal an der Sigmaringer Straße entsteht dadurch Platz für eine neue Stadt- und Kulturhalle. Und weil die Jugendlichen ohnehin umziehen müssen, kommen sie bei den Plänen für die neuen Räume auch selbst zu Wort.

Wann das Jugendhaus in den neuen Räumen erstmals seine Türen öffnen kann, ist allerdings noch unklar. „Das Baugesuch liegt seit längerer Zeit beim Landratsamt“, sagte Bürgermeister Holger Jerg in einer Sitzung des Verwaltungsausschusses in der vergangenen Woche. Damit bleibe der Stadt nichts anderes übrig, als auf eine schnelle Genehmigung zu hoffen – möglichst natürlich rechtzeitig, bevor die Gebäude auf dem Schey-Areal abgerissen werden.