Finanzen

Finanzen trüben Erfolg der Handballer

Bad Saulgau / Lesedauer: 3 min

Matthias Knoll bleibt Vorsitzender der Handballabteilung
Veröffentlicht:31.05.2016, 18:51
Aktualisiert:23.10.2019, 15:00

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Matthias Knoll ist am Montagabend in den Räumen der Volksbank Bad Saulgau bei der Hauptversammlung zum Vorsitzenden der Handballabteilung des TSV Bad Saulgau wiedergewählt worden. „Meine Ziele sind die Konsolidierung der Finanzen, die Förderung der Jugendarbeit und eine gute Platzierung der ersten Mannschaft in der Württembergliga“, sagte Matthias Knoll. Der langjährige zweite Vorsitzende Ralf Gebele stellte sein Amt zur Verfügung. Als neuer Stellvertreter wurde Alexander Osswald gewählt. Auch Kassierer Stefan Schädler macht nicht weiter. An seine Stelle tritt Martin Fischer.

Der sportliche Leiter Krischan Hillenbrand berichtete von einer äußerst erfolgreichen Saison der aktiven Mannschaften des TSV Bad Saulgau. Die erste Herrenmannschaft schaffte nach vier Jahren Landesliga mit 47:5 Punkten den Aufstieg in die Württembergliga und gewann auch noch Anfang des Monats das Final Four-Bezirkspokalfinale. „Ziel in der nächsten Saison ist der Klassenerhalt“, sagte Hillenbrand. Der Verein sei noch auf der Suche nach ein, zwei Spielern für die erste Mannschaft. „Es gab bislang viele Absagen“, sagte Hillenbrand.

Auch die zweite Mannschaft steigt in die Bezirksklasse auf, ein Verdienst vor allem von Trainer Markus Weisser, so der sportliche Leiter. Hillenbrand lobte ebenso die Damenmannschaft, die ein sehr gutes Final-Four spielte, Vize-Pokalsieger wurde, sich damit für den HVW-Pokal qualifizierte und als Dritter der Bezirksklasse sogar noch in die Bezirksliga aufsteigt. Überhaupt war das Bezirkspokalfinale in Bad Saulgau eine Werbung für den Handballsport. „Die neu gegründete Ü 40-Mannschaft wurde ebenfalls überzeugend Meister und die Dritte belegte einen guten vierten Platz“, so Hillenbrand.

Jugend nicht so erfolgreich

Jugendvertreter Henrik Utoft konnte dagegen kaum auf derartige Erfolge verweisen. Die Ausnahme bildete die männliche B-Jugend, die Meister wurde. Zum Leidwesen von Utoft kann der TSV auch in der kommenden Saison wegen dünner Personaldecke weder eine weibliche A- noch eine männliche A-Jugend melden. „Das Problem haben 50 Prozent aller Handballvereine. Leider haben auch einige unserer guten Jugendspieler zu höher klassigeren Nachbarvereinen gewechselt. Unsere A-Jugendlichen sollen jetzt mit den Erwachsenenteams mittrainieren“, sagte Utoft.

Der Jugendleiter muss zudem sechs Jugendtrainer ersetzen, für vier ist bereits Ersatz gefunden. Nach vielen Jahren hören die Übungsleiterinnen der Minis, Alexandra Haile und Andrea Dück, auf. Der scheidende Kassierer Stefan Schädler musste auf ein defizitäres Jahr verweisen. Bei knapp 145 000 Euro Rekordeinnahmen waren die Ausgaben aber mit etwa 166 400 Euro auch auf Rekordniveau.

Verlust wird aufgefangen

Der Verlust von rund 21 600 Euro konnte mit Rücklagen aufgefangen werden. Auf der Habenseite stehen nun noch knapp 4000 Euro. „Es geht mir einfach nicht in den Kopf, dass wir bei 21 000 Euro Spenden und etwa 55 000 Euro Sponsorengeldern noch 13 000 Euro Gewerbe- und Einkommenssteuer bezahlen. Da muss ein Konzept her“, sagte Knoll.

Günther Halder wagte im Anschluss einen kleinen Ausblick und will die in der vergangene Saison gestartete Mitglieder- und Nichtmitgliederumfrage im Rahmen eines Seminarworkshops auswerten. „Positiv wurde das Umfeld um die erste Herrenmannschaft, der Spielbeginn um 18 Uhr und das Kioskangebot bewertet. Kritisiert wurden die Lautstärke in der Halle, die Hygiene auf den Toiletten und die Gemütlichkeit im Foyer. Als wichtigste Zukunftsaufgabe wird die Jugendarbeit angesehen. Unser Ziel ist es, Helfer zu finden“, sagte Halder.