Leiblach

Gemütlicher Hock am Locher Steg

Sigmarszell / Lesedauer: 1 min

Gemütlicher Hock am Locher Steg
Veröffentlicht:30.05.2016, 15:52
Aktualisiert:23.10.2019, 15:00

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Am 2012 neu errichteten Locher Steg in Bösenreutin lässt sich gut sein. Das fanden auch die rund 25 Besucher, die sich auf Einladung des Heimatvereins Bösenreutin zu einem gemütlichen Hock auf der Grenzbrücke über die Leiblach eingefunden hatten. Mit Blick auf Bad Diezlings und das auf österreichischer Seite stehende alte Zollhaus. Wo früher die deutsche Zollhütte stand, ist nun ein Marterl errichtet, das Elke Bader, Steinmetzmeisterin und Vorsitzende des Heimatvereins, geschaffen und gespendet hat. Feierlich eingeweiht wurde es im vergangenen Jahr beim ersten Hock. Neben dem Marterl hat der Verein auf eigene Kosten noch eine Bank aufgestellt. In einer so malerischen Umgebung wurden natürlich Geschichten rund um den Grenzübergang lebendig, denen auch Sigmarszells Bürgermeister Jörg Agthe aufmerksam zuhörte. Sein Vorgänger Walter Matzner wusste viel über die Historie der Brücke zu berichten, hatte aber auch Anekdoten auf Lager. Zu den jüngeren Geschichten gehörte, dass es im Herbst 1989 eine wilde Schießerei in der deutschen Zollhütte gab. Drinnen saßen zwei Bereitschaftspolizisten, die ein Auge auf illegale türkische Einwanderer haben sollten, die über die Leiblach nach Bayern kamen. Von draußen nahten Lindauer Zivilfahnder, die in der Hütte Flüchtlinge vermuteten. Als sie mit gezückter Pistole die Tür aufrissen, kam es zu einem Schusswechsel, bei dem einer der Zivilbeamten einen Armdurchschuss erlitt. Foto: hipp