Rallye

Rallye „Lindau-Klassik“ mit 25. Auflage

Lindau / Lesedauer: 3 min

Einige, alte Fahrzeuge waren auch in diesem Jahr wieder dabei
Veröffentlicht:29.06.2022, 13:08
Aktualisiert:29.06.2022, 13:09

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Die Erfolgsgeschichte „Lindau-Klassik“ ging nach zweijähriger Coronapause auch bei der 25. Auflage weiter. Bis es aber soweit war, musste einiges angepasst und verändert werden, denn Corona hat auch im Umfeld der Rallye einige Änderungen bewirkt.

Auch in diesem Jahr war die beliebte Vorkriegsklasse mit acht Fahrzeugen gut besetzt. Das älteste teilnehmende Fahrzeug war ein Ford A Baujahr 1929. Das ist das Nachfolgemodell des berühmten T-Models von Henry Ford. Auch dabei: Sahnestückchen wie eine Shelby Cobra Mark 2 mit 4,7 Liter Hubraum und 360 PS, wie auch ein AC 16/70 Sport Bj. 1937 mit hydraulisch verstellbaren Stoßdämpfern. Ferner vom Hubraumzwerg MG32 Bj. 1932 mit 850 ccm bis zur Chevrolet Corvette C3 V8 mit sieben Litern Hubraum bot sich den Zuschauern ein breit gefächertes Starterfeld. Aber auch „normale“ Autos wie ein schön restaurierter Opel Kadett A, Bj. 1964 konnte man bewundern.

Bei traumhaftem Oldtimerwetter trafen die Teilnehmer am vergangenen Sonntag ab 7.15 Uhr an der Seepromenade auf der Insel ein. Nach Ausgabe der Fahrtunterlagen und einem kleinen Frühstück im Cafe Ottimo, wurden die Teilnehmer von Rennleiter Ernst Laufer und Sportleiter Markus Gapp begrüßt. Vom Veranstaltungssponsor ZEPF-Schmierungstechnik gab es für jeden Teilnehmer ein kleines Präsent.

Unter großem Zuschauerinteresse startete um 9.01 Uhr das erste Fahrzeug zur Jubiläumsrallye auf die 210 km lange Fahrt. Für die Strecke und das Roadbook war, wie immer, Markus Gapp verantwortlich, der auch dieses Jahr eine schöne und anspruchsvolle Route gefunden hatte, wofür es am Abend von den Teilnehmern viel Lob gab. Nach rund 120 Kilometern, einigen Zeitprüfungen und Durchfahrtskontrollen wartete auf die Starter das Mittagessen am Campingpark Gitzenweilerhof. Einige nutzten die Pause sogar, um sich am Pool abzukühlen. Für die dort anwesenden Urlaubsgäste eine willkommene Gelegenheit, die Oldtimer aus der Nähe zu bewundern.

Nachdem sich die Teams gestärkt hatten, wurde die Nachmittagsetappe in Angriff genommen. Auch hier warteten nochmals Sollzeitprüfungen und Durchfahrtskontrollen auf die Fahrer. Unter großem Zuschauerinteresse trafen die ersten Fahrzeuge gegen 15.30 Uhr im Ziel, bei der Bayerischen Spielbank Lindau ein. Nach kurzer Pause und einem Erfrischungsgetränk ging es für die Rallyeteams ins Bodensee-Golfhotel nach Weißensberg zur Siegerehrung, wo man sich vor der Heimfahrt am Buffet stärken, und so den schönen Tag ausklingen lassen konnte.

Auch mit der 25. Lindau-Klassik, die weit über den Bodenseeraum hinaus bekannt ist, wurde die Scuderia Lindau ihrem ausgezeichnetem Ruf gerecht. Viele Teilnehmer nutzten die Gelegenheit zu einem verlängerten Wochenende in Lindau, wobei die weiteste Anreise (650 km) für ein Team aus Viersen mit einem Extra-Pokal belohnt wurde. Den Gesamtsieg holten sich Andreas Zunehmer und Beifahrerin Johanna Wagner mit einem Renault 5 GTL Bj. 1982 mit nur unglaublichen 7,33 Strafpunkten, was bedeutet, dass sie in Summe der 6 Sollzeitprüfungen gerade mal 0,733 Sekunden Abweichung zur Zeitvorgabe hatten.

Die kompletten Ergebnislisten und Fotos sind unter www.scuderia-lindau.de zu finden. Die 26. Lindau-Klassik findet voraussichtlich am 25. Juni 2023 statt.