Eilguthalle

Pächter der Eilguthalle sitzt auf heißen Kohlen

Lindau / Lesedauer: 3 min

Der Bauausschuss berät am Dienstag über die Sanierungs- und Umbauarbeiten an dem Gebäude
Veröffentlicht:31.03.2016, 18:47
Aktualisiert:23.10.2019, 17:00

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Florian Zimmermann sitzt auf heißen Kohlen. Der Pächter der Eilguthalle kann es kaum erwarten, dort seinen Gastronomiebetrieb zu eröffnen. Am Dienstag berät der Lindauer Bauausschuss über sein Planungskonzept zu Sanierung und Umbau der Halle. Wenn der Ausschuss den Plänen zustimmt, will Zimmermann bereits eine Woche später die ersten Sanierungsmaßnahmen in Auftrag geben. „Wir möchten den Außenbereich bereits im Frühsommer eröffnen“, sagt Zimmermann.

Außenbereich, das heißt in diesem Fall großzügiger Loungebreich, der in Richtung See Platz für 150 Gäste bieten soll. Hier will Zimmermann Besucher mit einem kleinen Team und einer kleinen Karte bewirten, während in der Eilguthalle die Bauarbeiten von statten gehen. Die Fläche, die Zimmermann dafür benötigt, pachtet er von der Stadt. „Zwischen Leuchtturm, Eilguthalle und See wird es aber eine Fläche geben, die öffentlich bleibt“, sagt er. Die Stadt plant, dort Bänke mit Sicht auf den Hafen aufzustellen. „Die gemischte Nutzung führt auch dazu, dass das Ufer dort, wenn unser Außenbereich geschlossen ist, nicht wie ausgestorben wirkt“, sagt er.

Läuft alles nach seinem Plan, wird auch die Halle selbst größer. Zimmermann möchte dort in Richtung See einen elf Meter langen Glaspavillon anbauen, den er als Gastraum nutzen möchte. Dadurch ergibt sich eine um insgesamt rund 130 Quadratmeter größere Grundfläche des Gebäudes, in dem Zimmermann seine Event-Gastronomie unterbringen möchte.

Oldtimer und Gastronomie

Das „Event“ ist in diesem Fall die Verbindung von Oldtimer-Autos aus der Privatsammlung „Kolaha“ und gastronomischem Betrieb – beides untergebracht in einer Gebäudearchitektur, die sich ins historische Umfeld der 1856 erbauten Halle einfügt.

In der Eilguthalle selbst sollen nach der Sanierung Lager- und Kühlräume, eine Gastronomieküche und ein Gastraum mit Bartheke entstehen. Die Oldtimer sollen im Gastraum auf zwei Fahrspuren angeordnet werden, die übereinander entlang der westlichen Außenfassade verlaufen.

Bevor es an den Innenausbau der Eilguthalle geht, müssen aber erst einmal Altlasten abgerissen werden – zum Beispiel der Kiosk und das alte Kohlelager. „Die Handwerker, die dafür nötig sind, sind schon informiert und stehen bereit“, erzählt Zimmermann. Nach der Sitzung des Bauausschusses warte er nur noch die Einspruchsfrist von einer Woche ab. „Dann kann es losgehen.“ Wenn die Abbrucharbeiten beendet und die Halle auf ihre Struktur geprüft ist, sollen die Bauarbeiten beginnen.

Zweistufiges Eröffnungskonzept

Bis Zimmermann die Eilguthalle vollständig – also auch mit Innenbereich eröffnen wird, wird es aber noch eine Weile Dauern. „Wir rechnen mit April 2017“, sagt er.

Er arbeite mit einem zweistufigen Eröffnungskonzept: Das Kernteam aus Köchen und Kellnern stehe bereits und würde im kommenden Jahr lediglich um die Angestellten erweitert, die für den Betrieb der gesamten Gastronomie nötig sind. „Für die Planung der Abläufe in der Gastronomie habe ich Experten aus Österreich eingestellt“, sagt Zimmermann. Er sei vorbereitet. Jetzt wartet er nur noch auf die Genehmigung.