Jobcenter

Jobcenter gut aufgestellt

Lindau / Lesedauer: 2 min

Landkreis und Arbeitsagentur stellen Weichen für die Zukunft
Veröffentlicht:31.05.2022, 16:08

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„Das Jobcenter Lindau ist für die aktuellen und künftigen Herausforderungen gut aufgestellt.“ Dies ist laut Pressemitteilung das gemeinsame Fazit von Landrat Elmar Stegmann und Maria Amtmann, Leiterin der Arbeitsagentur Kempten-Memmingen, bei der Versammlung der beiden Träger des Jobcenters.

Aktuell ist die Arbeitslosigkeit im Landkreis Lindau so niedrig wie noch nie: Im Mai lag die Arbeitslosenquote bei nur zwei Prozent. Von der guten Arbeitsmarktlage profitieren auch viele Menschen, die vorher auf Unterstützung des Jobcenters angewiesen waren. „Derzeit betreuen wir nur 933 Bedarfsgemeinschaften – ein erfreulicher Tiefstand“, sagte Michael Preisendanz , Geschäftsführer des Jobcenters. Allerdings stehe eine gravierende Änderung bevor, denn ukrainische Geflüchtete sollen ab 1. Juni Leistungen vom Jobcenter erhalten, wenn sie im erwerbsfähigen Alter sind und zuvor bei der Ausländerbehörde im Landratsamt Lindau registriert wurden. Bis zu 350 neue Bedarfsgemeinschaften werden dann zum Jobcenter wechseln.

Bei der Antragsbearbeitung komme es daher zu Wartezeiten, heißt es in der Mitteilung weiter. Dennoch ist Michael Preisendanz zuversichtlich: „Wir sind ein leistungsfähiges Team und natürlich hilft uns auch, dass wir die Arbeitslosenzahlen früherer Jahre nicht erreichen werden.“ Zudem seien viele Ukrainer sehr darum bemüht, schnell in Beschäftigung oder alternativ in Sprachkurse zu kommen. Landrat Elmar Stegmann wurde unterdessen erneut zum Vorsitzenden der Trägerversammlung ab 2023 gewählt. Damit steht er dem Gremium weitere fünf Jahre vor.

Mit gleicher Laufzeit wurden Michael Preisendanz wiederholt als Geschäftsführer und Christiane Werner zur Stellvertreterin bestellt. Die enge Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten von Arbeitsagentur , Landkreis und Jobcenter soll damit in den nächsten Jahren fortgeführt werden. An Herausforderungen am Arbeitsmarkt mangelt es bekanntlich nicht und mit der von der Bundesregierung geplanten Einführung eines Bürgergeldes steht das nächste Großvorhaben für die Jobcenter bereits vor der Tür.