DEL2

Lindau Islanders haben ganz schwere Aufgabe vor sich

Lindau / Lesedauer: 3 min

In der Eishockey-Oberliga spielt der EV Lindau gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter
Veröffentlicht:10.11.2022, 12:32

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Das kommende Heimspiel der EV Lindau Islanders in der Eishockey-Oberliga Süd hat es in sich: Der ungeschlagene Tabellenführer Blue Devils Weiden kommt ins Lindauer Eichwald. Die Partie gegen die Blue Devils, die in dieser Saison in bislang 13 Partien noch keinen Punkt abgeben mussten, beginnt am Freitag um 19.30 Uhr (auch live bei SpradeTV). Es ist das einzige Spiel der Islanders an diesem Wochenende. Dass es in der Oberliga nur einen Freitagsspieltag gibt, liegt am Finale des Deutschland-Cups in Krefeld, das am Sonntag ausgetragen wird. Die DEL und die DEL2 pausieren während des Länderturniers sogar komplett.

Die einen stehen ganz oben, die anderen ganz unten

Nur ein Spiel am Wochenende bedeutet laut Mitteilung, dass „die Islanders am Freitagabend alles auf dem Eis lassen können, bis die Akkus leer sind“. Dies wird gegen die Blue Devils Weiden auch nötig sein, denn bei den durchweg stark besetzen Reihen der Gäste aus der Oberpfalz müssen die Lindauer 60 Minuten hellwach sein, mit Herz und Leidenschaft verteidigen und vor dem Tor der Oberpfälzer eiskalt agieren. Wie zuletzt in weiten Phasen gegen den ECDC Memmingen und den SC Riessersee. Doch beide Partien unter dem Interimstrainerduo Marko Sakic /Sebastian Schwarzbart gingen für den EVL verloren.

Dadurch sind die Islanders in der Tabelle der Oberliga auf Rang zwölf abgerutscht. „Die Tabelle sagt noch nicht viel aus“, meinte zwar Trainer Pat Cortina nach dem Sieg seines SC Riessersee am Sonntagabend gegen Lindau . Aber Vorletzter zu sein ist nun wahrlich nicht das Ziel der Islanders. „Riessersee ist eine Top-Vier-Mannschaft“, lobte Sakic. „Aber wenn wir ein Tor schießen oder bekommen, müssen wir danach bessere Wechsel fahren.“ Denn in Garmisch-Partenkirchen schoss Vincenz Mayer nach 22 Sekunden im Schlussdrittel zwar das 1:1 für Lindau – nur 13 Sekunden später gab es aber den Gegentreffer zum 1:2. Und drei Minuten später war mit dem 4:1 eine Vorentscheidung für den SCR gefallen. „Die Gegentore sind viel zu schnell gefallen“, haderte Sakic. Der EVL-Interimstrainer ist dennoch überzeugt: „Wenn wir so weiterspielen, wird die Saison noch gut.“

Es gibt auch wieder den Schuss um 10 000 Euro

Gegen Weiden können die Islanders auch völlig frei aufspielen – in dieser Partie erwartet eigentlich keiner einen Sieg des EVL. Vielleicht könnte das ein Vorteil für Lindau sein. Die Statistik spricht allerdings klar für die Gäste. In allen vier Partien der Saison 2021/22 ging das Team von Ex-EVL-Meistertrainer Sebastian Buchwieser als Sieger vom Eis, wenn teils auch knapp. Im ersten Aufeinandertreffen vor gut drei Wochen hielten dezimierte Lindauer bis zum Ende des zweiten Drittels sehr gut mit, ehe die Kräfte ein wenig schwanden und die Oberpfälzer dies eiskalt ausnutzen und noch mit 6:2 gewannen.

Mittlerweile sind jedoch einige zuletzt verletzte oder kranke Spieler ins Training zurückgekehrt, weshalb die Reihen bei den Lindauern wieder komplett besetzt sein werden. Und daher nehmen sich die Islanders laut Mitteilung vor: „Wir haben auf dem Papier keine Chance, also nutzen wir sie, denn Statistiken sind dazu da, um gebrochen zu werden.“

Die Islanders hoffen gegen das Topteam aus der Oberpfalz wieder auf eine gut gefüllte Eissportarena Lindau. Die Fans sollen den Lindauer Spielern wie gegen Memmingen einen Push geben. Gegen die Blue Devils Weiden wird es auch wieder den Lucky-Shot um 10 000 Euro geben. Weiter geht es für den EVL dann am Freitag, 18. November, in Füssen.