Festspielhaus

„Die Schöne und das Biest“ als Musical im Bregenzer Festspielhaus

Lindau / Lesedauer: 2 min

Theater Liberi präsentiert den Märchenklassiker als Musical im Festspielhaus
Veröffentlicht:29.12.2019, 13:30
Aktualisiert:29.12.2019, 19:19

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Musicalfreunde dürfen sich freuen: Das Bochumer Tourneetheater Liberi kommt am Sonntag, 5. Januar, mit dem Musical „Die Schöne und das Biest“ ins Bregenzer Festspielhaus. Angekündigt wird die Inszenierung als „modernes Musical für die ganze Familie“.

Bevor sich jedoch in Bregenz der Vorhang öffnet, ist im Heimatort Bochum viel zu tun. „Um die altbekannten Geschichten nach unseren eigenen Vorstellungen neu und modern inszenieren zu können, sind die Stücke von A bis Z Eigenproduktionen. Texte, Musik, Bühnenbild, Kostüme – alles wird von uns selbst konzipiert und umgesetzt", erklärt Produzent Lars Arend, der die künstlerische Gesamtverantwortung trägt. Dieses Konzept verfolgt der Veranstalter von Familienmusicals seit der Gründung im Jahr 2008 mit großem Erfolg, heißt es in der Ankündigung.

Die Planung eines Stücks mit Regie, Autor, Musikern und künstlerischer Leitung beginne bereits anderthalb Jahre vor der Premiere. Auch Kostüm und Maske sind zu diesem Zeitpunkt schon involviert. Für die Texte ist Autor Helge Fedder zuständig: „Im Kern geht es in diesen Geschichten immer um zentrale Werte, die einfach aktuell bleiben: Das kann Freundschaft sein, Toleranz, Selbstvertrauen oder Mut. Ich versuche dabei immer, selbstbewusste Charaktere zu schaffen, die in der Lage sind, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen.“

Die Musiker Hans Christian Becker und Christoph Kloppenburg begleiten die Handlung mit ihren Kompositionen, die von verschiedensten Genres, wie beispielsweise Blues, Funk, Jazz, Rock’n’Roll oder Pop, beeinflusst sind. „Durch die verschiedenen Musikstile gelingt es uns, das Hörvermögen der Kinder zu fordern und zu fördern", so Kloppenburg.

„Die Kulissen sind für ein Tourneetheater eine ganz besondere Herausforderung", erklärt Bühnenbildnerin Beata Kornatowska. „Die Bühnenelemente müssen nicht nur sehr wandelbar sein, um verschiedene Szenen darzustellen, sondern müssen auch auf vielen unterschiedlich großen Bühnen funktionieren, einfach auf- und abbaubar und leicht zu transportieren sein."

Die Ansprüche an die Kostüme sind hoch, denn die Schauspieler übernehmen oftmals mehrere Rollen, sodass sie zwischen den Szenen schnell in das nächste Kleid oder die nächste Hose schlüpfen müssen. Kostümbildnerin Annette Pfläging ist seit der Gründung bei Theater Liberi und hat in den elf Jahren über 200 Kostüme entworfen und genäht. „Über Mägde und Prinzessinnen, Tiger und Schlangen, königliche Roben an Land und unter Wasser oder Feen und Piraten – es war schon fast alles dabei", so Pfläging.