Torstatistik

David gegen Goliath

Lindau / Lesedauer: 3 min

Eishockey-Oberligist EV Lindau Islanders trifft auf den EV Landshut
Veröffentlicht:30.10.2018, 20:51
Aktualisiert:22.10.2019, 15:00

Von:
Artikel teilen:

Siebenmal sind die EV Lindau Islanders in der Eishockey-Oberliga Süd bislang auf den EV Landshut getroffen. In schöner Regelmäßigkeit haben Mannschaften vom Bodensee während der vergangenen beiden Jahre gegen den Traditionsclub den Kürzeren gezogen. Auch der aktuellen Torstatistik (8:31 aus Lindauer Sicht) ist zu entnehmen, dass Lindau dem schier übermächtigen Gegner aus Niederbayern noch nie so richtig Paroli bieten konnte – sieht man einmal von der vergleichsweise knappen 2:4-Niederlage zum Saisonstart in Landshut ab. Am Mittwochabend (19.30 Uhr, Eissportarena im Eichwald) kommt es nun zur Neuauflage der Partie zwischen dem „kleinen“ und „großen“ EVL.

In diese gehen die Landshuter als derzeitiger Tabellenvierter gegen den Zehntplatzierten favorisiert ins Rennen – auch wenn Axel Kammerer dem EV Lindau unter seinem Headcoach Chris Stanley vor dem Aufeinandertreffen am Mittwochabend ein gutes Zeugnis ausstellt. „Das ist eine sehr diszipliniert auftretende Mannschaft, die gut organisiert, sehr kompakt auftritt und gefährlich im Konterspiel ist.“

„Unter die ersten Drei“

Seinem eigenen Kader fehlt infolge Verletzungspech seit Saisonbeginn etwas die gewohnte Schlagkraft. „Uns fehlen ein paar Offensivwaffen“, sagt Kammerer mit Blick auf die Ausfälle. Peter Abstreiter erlitt im Sommer einen Bandscheibenvorfall und muss derzeit ebenso pausieren wie Zugang Ales Jirik, der sich beim Derby gegen die Eisbären Regensburg einen dreifachen Wadenbeinbruch einfing. Auch Maximilian Hofbauer ist derzeit nicht einsatzbereit.

Doch selbst nach den drei bisherigen Saisonniederlagen bei den Oberliga-Topteams Regensburg (2:3) und Peiting (4:5) sowie der 4:7-Heimpleite gegen die Starbulls Rosenheim hält der Landshuter Cheftrainer am Ziel fest, am Ende der Hauptrunde „unter die ersten Drei“ zu kommen. Von der Punktausbeute her betrachtet, zeigt er sich bislang durchaus zufriedengestellt, auch wenn es etwas mehr hätte sein können. „Rosenheim war gnadenlos effektiv“, resümiert Kammerer rückblickend aufs vergangene Wochenende. Als recht „bemerkenswert“ sieht er den aktuellen Siegeslauf von Spitzenreiter EC Peiting an. Vor allem die „Kontanz“ der abgerufenen Topleistung der Oberbayern beeindrucken ihn sehr.

Axel Kammerer, der auf Nachfrage der „Schwäbischen Zeitung“ keinen Hehl daraus macht, dass der Etat, über den er beim Landshuter Eishockey-Oberligisten verfügen kann, locker doppelt so hoch anzusetzen ist wie das Budget in Lindau, geht dennoch davon aus, dass der Ausflug an den Bodensee kein leichtes Unterfangen sein wird. „Wir sind uns der Schwere der Aufgabe bewusst“, so der Chefcoach des „großen“ EVL.

Nach Landshut warten auf die Islanders in dieser Woche übrigens zwei weitere Kracherspiele: Am Freitag (20 Uhr) geht es zu den Selber Wölfen, die man zu Monatsbeginn daheim mit 7:3 auseinandernehmen konnte. Die Oberfranken werden mit Sicherheit auf Revanche sinnen. Und am Sonntagabend (18 Uhr) sind die Starbulls Rosenheim, die im ersten Aufeinandertreffen 5:3 siegten, zu Gast in Lindau. Angesichts des Mammutprogramms der Mannschaft von Stanley hofft der EVL-Vorsitzende Bernd Wucher, dass sie „vor einem ausverkauften Stadion jeden Tropfen Blut gibt“. Reizvoll sind die beiden anstehenden Heimspiele der Lindauer unter dem Motto „David gegen Goliath“ allemal.