Kunststunde

Gewalt an Frauen nimmt zu – Achtklässler machen mit Kunst darauf aufmerksam

Lindau / Lesedauer: 2 min

Immer mehr Frauen erleben Gewalt. Die Corona-Pandemie hat das Problem verstärkt. Wie Lindauer Schülerinnen und Schüler mit Kunst mitten in der Stadt dagegen wirken wollen.
Veröffentlicht:07.11.2022, 12:00

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Frauen erleben zu oft häusliche Gewalt und diese Fälle müssen aufgearbeitet werden, finden Melisa Arslan und Ceylin Ramadan. Die beiden 13-jährigen Mädchen besuchen die achte Klasse der Lindauer Mittelschule und haben sich in einer besonderen Kunststunde mit dem Thema Gewalt an Frauen beschäftigt.

Ihre Kunstlehrerin, Danielle Cudovan , findet es wichtig, dass das Thema einen Platz im Schulunterricht findet. Deshalb haben Vertreterinnen des Arbeitskreises „Wege aus der Gewalt“ die Klasse besucht.

Mehr häusliche Gewalt

Insgesamt habe häusliche Gewalt an Frauen im vergangenen Jahr weiter zugenommen, sagt Ursula Sauter-Heiler, Gleichstellungsbeauftragte im Landkreis. „Während der Pandemie herrschte eine beängstigende Stille.“ Dass Frauen häufiger Gewalt in dieser Zeit erlebt haben, sei nicht infrage zu stellen.

Allerdings sei bei den zuständigen Stellen, wie dem Frauenhaus oder dem Verein für Frauen in Not, viel weniger Fälle angekommen. Im vergangenen Jahr habe es wieder enorm zugenommen. Die Pandemie habe in vielen Familien Stress ausgelöst, der dann im Nachhinein erst herauskam, sagt Sauter-Heiler.

Schülerinnen und Schüler solidarisieren sich

Weil sie auf die Problematik aufmerksam machen wollen, haben Lindauer Schülerinnen und Schüler des Valentin-Heider-Gymnasiums, aus der Ferienbetreuung der Grundschulen sowie der Mittelschule und der Maria-Ward-Realschule Bilder gemalt, die ab dem 25. November an der Seebrücke aufgehängt werden.