Sachbeschädigung

Mann onaniert dreimal öffentlich - Jetzt liegt sein Gürtel auf einem beschädigten Grab

Lindau / Lesedauer: 3 min

Schon im Juni hat der Mann die Polizei einen Tag lang beschäftigt. Diesmal hielt er sich auf einem Friedhof auf, als die Polizei einer Sachbeschädigung an vier Gräbern nachging.
Veröffentlicht:30.06.2022, 17:00
Aktualisiert:30.06.2022, 20:28

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Ein 55 Jahre alter Mann ist der Lindauer Polizei zum wiederholten Mal aufgefallen. Ein Zeuge teilte der Lindauer Polizeiinspektion am Mittwochnachmittag mit, dass auf dem alten Aeschacher Friedhof Sachbeschädigungen an vier Gräbern begangen worden sind. Dabei wurden Grablichter und Bilderrahmen beschädigt.

Vor Ort trafen die Polizisten auf einen 55-jährigen Mann, heißt es im Polizeibericht. An einem der Gräber fanden sie seinen Hosengürtel, doch er habe bestritten, irgendetwas mit den Sachbeschädigungen zu tun zu haben. Die Ermittlungen dauern an. Der Schaden wird auf 200 Euro beziffert. Nachdem die Beamten den Sachverhalt aufgenommen hatten, erteilten sie dem Mann einen Platzverweis.

Mann onaniert drei Mal öffentlich

Der Mann ist für die Beamten kein Unbekannter. Wie die Polizei auf Nachfrage der LZ bestätigt, handelt es sich um den gleichen 55-Jährigen, der im Juni schon einmal die Polizei einen ganzen Tag lang beschäftigt hat. An jenem Dienstagmorgen wurde eine Streife der Lindauer Polizeiinspektion zum ersten Mal um 10.40 Uhr zum Bahndamm auf der Insel gerufen, weil dort der Mann mit heruntergelassener Hose saß und onanierte. Obwohl die Polizisten sein Handeln unterbanden und ihm ankündigten, ihn in Gewahrsam zu nehmen, sollte er erneut auffällig werden, geschah es gegen Mittag wieder.

Daraufhin nahmen die Beamten ihn in Gewahrsam. Wie die Polizei in ihrem Bericht schrieb, leistete der Mann Widerstand. Außerdem bedrohte er die Polizisten verbal. Nachmittags entließen die Beamten ihn aus dem Polizeigewahrsam.

Er bleibt über Nacht in Polizeigewahrsam

Gegen 19.15 Uhr meldeten dann Passanten der Polizei zum dritten Mal, dass der Mann mit heruntergelassener Hose onaniere – und diesmal an einer Bushaltestelle in der Brougierstraße stehe. Beamte der Bundespolizei hielten ihn erneut an. Dabei leistete er wieder erheblichen Widerstand und beleidigte die Polizisten.

Nach Rücksprache mit einem Richter hielten die Beamten ihn bis zum Mittwochmittag in Sicherheitsgewahrsam, danach ließen sie ihn erneut gehen. Gegen den Mann leiteten die Beamten mehrere Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigungen und Erregung öffentlichen Ärgernisses ein.

Weitere Fälle von Exhibitionismus

Schon im Mai hatte die Polizei über Fälle von Exhibitionismus in Lindau berichtet. Innerhalb von zwei Tagen hatte sich in den späten Abendstunden an der Blauwiese ein nackter Mann Frauen gezeigt. In einem Fall hatte der Mann eine 17- und eine 18-Jährige belästigt. Die jungen Frauen hatten beobachtet, wie er mit heruntergelassener Hose einige Meter entfernt vor ihnen onanierte. Als sie ihn ansprachen, flüchtete er. Sie beschrieben ihn als etwa 1,80 Meter groß und schlank. Er trug eine Brille, ein graues T-Shirt mit Hemd, dieses eventuell mit Blumenmuster, eine helle Jacke, eine graue Jeans und eine Cap oder Mütze.

Am Tag darauf hat ein komplett nackter Mann an der Blauwiese eine 22-Jährige angesprochen und gefragt, ob sie an ihm „sexuelle Praktiken vollziehen“ wolle, wie die Polizei es formulierte. Die Zeugin beschrieb ihn als etwa 30 Jahre alt, 1,75 Meter groß und dicklich.