Ärgernis

Ärgernis: Bodolzer Spazierweg steht bei Regen unter Wasser

Bodolz / Lesedauer: 2 min

Bodolzer Gemeinderat will sich des Problems annehmen – Bürgermeister Ruh verspricht sich zu kümmern
Veröffentlicht:30.11.2020, 14:15

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Nass, matschig und voller Pfützen. So präsentiert sich der vordere Teil des Fuß- und Radwegs, der vom Gewerbegebiet in Enzisweiler zwischen der Bahntrasse und der LI 16 nach Wasserburg führt, wenn es geregnet hat. Aus Sicht der Bodolzer Gemeinderätin Helga Glemser ein Unding. Schließlich habe das gekieste Weglein in Zeiten von Corona für Spaziergänger an Bedeutung gewonnen.

Als Helga Glemser vor kurzem ihr Auto zur Reparatur ins Bodolzer Gewerbegebiet brachte und sich die Wartezeit mit einem Spaziergang vertreiben wollte, stellte sie fest, dass der Gang in die Natur nicht möglich war. Denn der Fuß- und Radweg, der nach dem letzten Betriebsgebäude des Gewerbegebiets zum Kiesweg wird, stand unter Wasser. „Das Wasser läuft vom Bahndamm und den Gärten auf den Weg“, schildert die Gemeinderätin ihre Erlebnisse in der jüngsten Gemeinderatssitzung. „Der Weg war komplett nass und nicht begeh- oder befahrbar.“

Bürgermeister Christian Ruh erklärte, dass dieser Weg seit sieben Jahren immer wieder Thema bei der Verwaltung sei. 2013 habe die Gemeinde Kostenvoranschläge für eine Sanierung eingeholt. Ein „Rundumschlag“ hätte damals mit 36 000 Euro zu Buche geschlagen, eine einfache Lösung 6000 Euro gekostet. Damals habe sich der Gemeinderat für die preiswerte Lösung entschieden und den Weg kiesen lassen.

Glemser hatte sich eine andere Antwort erhofft: „Ich will eine Lösung, damit man da einfach nur laufen kann“, sagte sie. Ratskollege Andreas Durrer gab Rückendeckung: „Ein Drittel des Weges ist unter Wasser“, pflichtete er ihr bei und verwies darauf, dass der Weg ein „stark benutzter Fuß-, Fahrrad- und Hundeausführweg“ sei.

Gerade in Zeiten von Corona, in denen viele Menschen die Bewegung an der frischen Luft wieder für sich entdeckten, habe der Weg an Bedeutung gewonnen, ergänzte Glemser. Ratsmitglied Gebhard Marte vertrat die Meinung, dass wahrscheinlich schon viel gewonnen sei, würde der Weg mehrmals im Jahr ordentlich gepflegt und ab und neu bekiest werden: „Dieser Weg ist einfach ungepflegt.“

Franz Joachim, der schon seit langem und immer mal wieder eine Lösung für diesen autofreien Verbindungsweg zwischen Enzisweiler und Wasserburg gefordert hat, sprach sich für eine fachmännische Beurteilung der Situation aus: „Da sollte man mal einen Profiplaner dranlassen“, forderte der Gemeinderat. Bürgermeister Ruh versprach sich des Problems anzunehmen: „Da müssen wir mal ran.“