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Stödtlener Freizeitclub präsentiert Prunksitzung der Sonderklasse

Stödtlen / Lesedauer: 4 min

Das fünfstündige und kurzweilige Programm zeigt tolle Gardetänze und spritzige Büttenreden.
Veröffentlicht:13.02.2024, 15:47

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Wer einmal beim Freizeitclub Stödtlen auf der Prunksitzung war, der kommt jedes Jahr wieder. So auch in diesem Jahr, denn die Liashalle war ausverkauft und proppenvoll. Sitzungspräsident André Haßelkuß versprach ein tolles Show- und Gardeprogramm mit spritzigen Büttenreden. Und er hatte wahrlich nicht zu viel versprochen, denn was in rund fünf Stunden auf der Bühne zu sehen war, das war absolute Spitzenklasse.

Richtig los ging’s mit dem Einzug aller Aktiven unter Begleitung der Tanzkapelle „The Tonics“. Alle nahmen auf der Bühne Platz. Ein herrliches Eröffnungsbild mit den vielen bunten Gardekostümen und Teilnehmern, die ihren Auftritt gar nicht erwarten konnten. Den Reigen eröffnete die Kindergarde mit ihrem quirligen Tanz und schon da konnte man sehen, dass der Freizeitclub hervorragende Garden im Petto hat. Ehrwürdig und in feinsten Roben gekleidet, schritten das Prinzenpaar Alia I. und Mirco I. auf die Bühne und verlasen ihre Proklamation. „Packt Stress und die Hektik weg, jetzt heißt es Vorhang auf, denn der Abend nimmt seinen Lauf“.

Und so war es dann auch. Kalle Wittemann wirbelte mit dem Original Sandhasen Ensemble über die Bühne. Echt dabei war nur er, seine vier Gesellen (tatsächlich waren‘s Puppen) winkten von ihm an Stangen gesteuert. Einen Auftritt, den man so selten zu sehen bekommt, außer natürlich in Stödtlen. Sandhasen hopp hopp. Lena Neufischer brillierte in der Kinderbütt im kleinen Schwarzen über die Pubertät und stellte fest: Pubertät ist, wenn deine Eltern peinlich werden und gar mancher unter den Besuchern fühlte sich ertappt. Der Showtanz der Jugendgarde unter dem Motto Amerika (trainiert von Sabrina Simon und Mareike Gruber) zündete die nächste Rakete. Von vielen mit einer gewissen Angst erwartet war die Schnitzelbank, vorgetragen von Rainer Hauber, Jürgen Köttel und Ruth und Leo Ilg. Was die vier übers Jahr an Missgeschicken zusammengetragen haben, war schon bewundernswert. Stödtlen muss ein heißes Pflaster sein, denn man erinnerte an Fitness- und Saunaclubs samt verschwundener Kleidung genauso wie an umgemachte Birken im falschen Wald, Interneterfahrungen einer rüstigen Seniorin, an Schlag den Lukas des Kriegervereins, bis hin zu den viel zu kleinen Schildern auf dem Staunepfad. Dass gar am Leonhardsfest um vier Uhr morgens „Großer Gott wir loben dich“ gesungen wurde, ist sicher auf den günstigen Bierpreis zurückzuführen.

Die Molgebach-Guggen gehören zur Prunksitzung, auch wenn die Halle bis in ihre Grundfeste bebte. Aus Gerolfingen im Fränkischen war Traudel Neber angereist und sie hatte die Lacher mit ihrem fränkischen Dialekt bald auf ihrer Seite. „Suchst ‚du ein Mädel, muss es vom Rhein sein. Sucht du eins in Stödtlen, schau aufs Konto, der Fluss ist egal“. Ursula und Franz von den RöSeNa kriegten sich fast in die Haare, um sich anschließend doch wieder zu vertragen. Sie hatten 50.000 Euro aus einer Lebensversicherung erhalten und waren sich nicht einig, ob man wegen des Alters nun depressiv werden oder sich freuen solle. In der Bütt „Dia Zwoi“ warnten Thomas Giesa und Christian Stenzenberger vor zu leichtsinnigem Datenumgang im Internet. Denn bei einer Pizzabestellung erfährt man Dinge, die man selber noch nicht einmal wusste. Die Frauen WM war ebenfalls Thema und Ute Wallenstättere, Nadine Vaas, Claudia König, Mariam Graber, Hilde Wittemann, Anita Hauber, Nina Vaas, Lisa Hauber, musikalisch begleitet von Wilfried Abele, hatten sich diesem Thema angenommen.

Den ganzen Abend hier aufs Papier zu bekommen ist eigentlich nicht möglich. Aber eins muss erwähnt werden, die Garden, es waren dies die Kindergarde (Alina Ilg, Amelie Pflanz und Julia Wolpert), die Jugendgarde (Sabrina Simon, und Mareike Gruber), die Funkengarde (Anna Beyer), die Funken- und Prinzengarde (Anna Bayer und Theresa Helmle) und das Männerballett mit dem Motto Mallorca (Sarah Deeg und Theresa Helmle) sind alle eine Klasse für sich. Sie präsentierten sich mit fernsehreifen Garde- und Showtänzen und man darf ihnen und ihren Trainerinnen ganz einfach bestätigen: Das monatelange Training hat sich gelohnt.

Nach dem Finale, bei dem sich alle Aktiven noch einmal auf der Bühne trafen, war die Stimmung noch lange nicht am Ende, denn die Band „The Tonics“ trieb die Besucher zu Höchstleistungen auf der Tanzfläche. Wer’s ruhiger mochte, der verzog sich in die Bar.