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Rosenberger Energiebericht zeigt, wo man noch weiter sparen kann

Rosenberg / Lesedauer: 3 min

Zudem befasste sich der Gemeinderat mit dem Kindergartenbedarfsplan für 2023/2014. Was besprochen wurde.
Veröffentlicht:28.11.2023, 14:51

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Der Energiebericht für das Jahr 2022 und der Kindergartenbedarfsplan 2023/24 waren Diskussionsthemen bei der Sitzung des Gemeinderats Rosenberg. Außerdem billigte er die Ausführungsplanung für die Breitbanderschließung im Rahmen des Graue-Flecken-Programms und vergab Arbeiten zur Sanierung der Abwasseraußenstationen und der Beschaffung eines neuen Servers für die Gemeindeverwaltung.

Zu Beginn der Sitzung beschloss der Rat einstimmig das Nachrücken von Helmut Haug in den Gemeinderat Rosenberg. Dies war notwendig geworden, weil sein Vorgänger Josef Otto Rettenmaier seinen neuen Wohnsitz nicht mehr im Gemeindegebiet Rosenberg und damit die Wählbarkeit verloren hat. Haug gelobte mit der Verpflichtungsformel „die Rechte der Gemeinde gewissenhaft zu wahren und ihr Wohl und das ihrer Einwohner nach Kräften zu fördern“. Außerdem rückt er als Stellvertreter für den Bürgermeister in den Zweckverband Wasserversorgung Jagstgruppe und in den Bauauschúss des Gemeinderats nach.

Kämmerer Christian Laukenmann stellte die Ausführungsplanung für den Breitbandausbau im Rahmen des „Graue-Flecken-Programms“ vor, die von ihm und dem Ingenieurbüro RBS-wave erarbeitet worden war. In einer wahren Sisyphusarbeit hatten die Planer alle Hausanschlüsse in der Flächengemeinde Rosenberg mit ihren 30 Teilorten, Weilern, Höfen und sonstigen Wohnplätzen abgegangen und detaillerte Planvorgaben für die Hausanschlüsse erstellt. Einstimmig fasste der Rat den Ausschreibungsbeschluss. Er umfasst Kosten von rund 5,4 Millionen Euro. Die Ausschreibung der Arbeiten soll demnächst erfolgen, die Vergabe könne dann, so Laukenmann, Ende Januar 2024 und der Baustart Anfang Mai 2024 erfolgen.

Der Rathausserver aus dem Jahr 2015 hat ausgedient, da er die Anforderungen an die jetzige Software nicht mehr bewältigen kann. Deshalb beschlossen die Räte einstimmig zum Preis von 39.700 Euro bei der Firma Ostalb IT einen neuen Server zu beschaffen. Zur weiteren elektrotechnischen Sanierung der Abwasseraußenstationen stehen weitere Arbeiten an. Diesen erhielt zum Preis von 448.000 Euro die Firma Cti Automation GmbH in Gruibingen.

Heiko Kelnberger von der Netze BW GmbH stellte den Energiebericht für das Jahr 2022 vor. In der 41-seitigen Analyse werden der Energie- und Wasserverbrauch der Gemeinde detailliert und nach verschiedenen Vorgaben ausgewertet und gewichtet. Demnach ist sowohl der Wärmeverbrauch als auch der Licht- und Kraftstromverbrauch zwischen 2018 und 2022 kontinuierlich gesunken, während der Wasserverbrauch im gleichen Zeitrum angestiegen ist. Hauptwasserverbraucher ist der Sportplatz in Geiselrot. Bürgermeister Tobias Schneider betonte, dass man diese Zahlen im Hinblick auf den Klimaschutz und der CO2-Einsparung ständig im Blick habe und bei Umbaumaßnahmen oder Erweiterungen der untersuchten Gemeindeeinrichtungen berücksichtigen werde.

Nach dem neuen Kindergartengesetz muss jährlich ein Kindergartenbedarfsplan vorgelegt und vom Gemeinderat beschlossen werden. Der von der zuständigen Fachbeamtin Isabelle Strähle ausgearbeitete Plan sieht für 2023/24 keine großen Veränderungen vor. Bei einer derzeitigen Platzauslastung in der Kita Rosenberg mit 92 Prozent und in der Kita Hohenberg mit 84 Prozent sowie in der neuen Naturkindergartengruppe mit 50 Prozent können für die zwei- bis sechsjährigen Rosenberger Kleinbürger alle Ansprüche erfüllt werden. Allerdings könnte der (momentan nicht vorhandene) Bedarf bei den Ein- und Zweijährigen derzeit nicht gedeckt werden. Dazu schlug Bürgermeister Tobias Schneider die Einrichtung einer Kinderkrippe vor.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden fünf Änderungen von Flächennutzungsplänen aus dem Bereich der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Ellwangen genehmigt, darunter auch die Planung für die Freiflächen-Photovoltaik Birkhof westlich von Rosenberg.

Die Ausstattung des neuen Spielplatzes in Hummelsweiler mit drei neuen Spielgeräten wird rund 100.000 Euro kosten. Dazu hatten Abstimmungsgespräche mit der dortigen Elternschaft stattgefunden. Gemeinderätin Kathrin Hirschle wünschte sich für die Zukunft auch solche Abstimmungsgespräche bei Veränderungen von Rosenberger- und Hohenberger Spielplätzen.

Die Firma Novec ist ein unabhängiger Anbieter für Antennenstandorte für den Mobilfunk und möchte für den chronisch unterversorgten Raum Hummelsweiler einen solchen erstellen. Die Gemeinde wird diesem Unternehmer zwei Grundstücke südlich und nördlich des Sportplatzes anbieten. Gemeinderat Stefan Zerrer begrüßte diese Initiative und schlug einen weiteren Standort an der Gemeindegrenze zu Frankenhardt nördlich von Hummelsweiler vor. Damit könnte auch das Sobachtal und der Sandhof miteinbezogen werden.