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Aufwind statt Vereinssterben: Kleintierzuchtverein kämpft für seine Zukunft

Rosenberg / Lesedauer: 2 min

Im Rahmen seiner Geflügelschau am Wochenende informiert der Verein darüber, wie er ein Vereinssterben verhindern will.
Veröffentlicht:30.11.2023, 11:42

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Überalterung vieler Vereine, mangelndes Interesse junger Menschen an der Haltung von Rassegeflügel und Rassenkaninchen, Haltungsschwierigkeit in Wohngebieten, Tierhaltungsauflagen und vieles mehr macht den Kleintierzuchtvereinen schon seit Jahren zu schaffen. Dann kamen noch erschwerend Corona und die Vogelgrippe dazu. 2020 und 2021 waren Kleintierausstellungen nicht erlaubt. Die Züchter bekamen deshalb keine qualifizierte Bewertung und Unterstützung durch sachkundige Preisrichter.

So mancher löste seine Zucht auf und zunehmend verschwinden Rassen und Farbenschläge, züchterische Glanzleistungen der letzten Jahrhunderte. Rassegeflügel- und Rassenkaninchenzüchter sind tragen durch ihre Arbeit zum Erhalt seltener Rassen und Tierarten bei, teilt der Verein mit. Die Vielfalt von Hunderten von Rassen und Farbenschlägen laufe aber Gefahr, unwiederbringlich verloren zu gehen. Hier ist es wie mit der Gesundheit, sie wird erst geschätzt wenn sie nicht mehr uneingeschränkt gut ist. Und bei den vielfältigen und außergewöhnlichen Rassen handelt es sich um Kulturgut, das erst geschätzt wird, wenn es verloren gegangen ist. Deshalb stellt sich der Verein die Frage: Muss es so weit kommen?

Der Kleintierzuchtverein Rosenberg versucht all dem zu trotzen und engagiert sich in der Zucht und Erhaltungen vieler ebendieser seltenen Rassen. Darüber hinaus leiste der Geflügel- und Kaninchenzuchtverein einen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben. Die Mitglieder des Kleintierzuchtvereins unter ihrem überaus engagierten Vorsitzenden, Uwe Haberkorn, sind fest verankert im Kulturangebot innerhalb und außerhalb der Gemeinde Rosenberg. Hervorzuheben ist das jährliche Hahnenwettkrähen im Rahmen des Rosenberger Ferienprogramms am Ferienende, die Teilnahme an Straßenfesten, dem Adventsmarkt und auch am kirchlich organisierten Adventssingen.

Die Geflügelzüchter stellen sich der Öffentlichkeit vor und zeigen in der Geflügelschau in der Virngrundhalle am kommenden Wochenende über 140 Vögel verschiedener Groß- und Zwerghühner, Tauben und Ziergeflügel.

Am Sonntag wird es in gewohnter Weise ein reichhaltiger Mittagstisch und anschließend Kaffee und Kuchen angeboten. Eine mit wertvollen Preisen bestückte Tombola reizt zusätzlich zum Besuch der Ausstellung. Der Eintritt ist frei.


Die Ausstellung in der Virngrundhalle ist am Samstag, 2. Dezember von 14.30 bis 18 Uhr und am Sonntag, 3. Dezember von 10 bis 16 Uhr geöffnet.