Breitbandausbau

Riesbürgs Bürgermeister blickt zufrieden auf 2018

Riesbürg / Lesedauer: 4 min

Bürgermeister Willibald Freihart hofft auf eine weiterhin gute Finanzlage
Veröffentlicht:27.12.2018, 11:43
Aktualisiert:22.10.2019, 13:00

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Für den Bürgermeister der Gemeinde Riesbürg, Willibald Freihart, standen im Jahr 2018 einige Projekte an. Nach eigener Aussage seien es für eine solch kleine Gemeinde einige Dinge gewesen, die umgesetzt werden konnten. Im Gespräch mit Maike Woydt berichtete er unter anderem über die Fertigstellung der Kläranlage in Utzmemmingen , den Abschluss des Breitbandausbaus sowie die Planung und die Genehmigung der Zuschüsse für das Kombi-Gebäude Bauhof und Feuerwehrhaus.

Ein großer Posten im Haushalt für dieses Jahr war der Neubau des Kombi-Gebäudes Bauhof und Feuerwehrhaus. Wie weit sind die Planungen fortgeschritten?

Wichtig war für uns die Zuschuss-Situation und das war das ganze Jahr über eine spannende Frage. Der erste Zuschuss wurde im April und der letzte im Juli bewilligt und daher können wir die Maßnahme umsetzen. Die Planungen sind soweit fortgeschritten, dass wir Anfang des Jahres 2019 die Ausschreibungen machen und je nach Wetterlage im März mit dem Spatenstich beginnen. Dann beginnt der Rohbau. Die Bodenplatte wird vergeben und der Rest des Rohbaus wird dann von dem Bauhof und der Feuerwehr in Eigenleistung gemacht.

Die Utzmemminger Brücken haben im Frühjahr bei den Überprüfungen schlecht abgeschnitten. War klar, dass diese Maßnahme auf Sie zu kommt?

Es war klar, dass da was kommt, als man die Prüfung gemacht hat. Im Herbst 2017 wurde mit der Prüfung begonnen und im März 2018 wurden dann die Ergebnisse vorgestellt. Die Brückensanierung kostet die Gemeinde insgesamt 140 000 Euro. Wobei noch kleinere Brücken außerhalb der Ortschaften geprüft werden müssen.

Sind Sie zufrieden mit der Entwicklung des Breitbandausbaus? Und welche Rolle spielt Riesbürg da im Ostalbkreis?

Ich bin sehr zufrieden, dass wir 2011 unter meinem Vorgänger noch Modellgemeinde in Baden-Württemberg waren und diesen Glasfaseranschluss und die Versorgung in allen Ortsteilen entsprechend haben. Wir sind natürlich dennoch bestrebt, dass wir den letzten Aussiedlerhof auch mit anschließen. Wir haben nur mit der Alten Bürg, der Gaststätte im Wald, das Problem, dass das eine sehr weite Strecke ist. Das wäre dann einer der letzten Punkte, den wir noch mit anschließen müssen. Da haben wir aber noch keine Lösung. Wir haben jetzt aber noch den Anschluss des Campingplatzes Ringlesmühle und den Wohnplatz in den Lachwiesen in Pflaumloch geplant.

Im September wurde die Kläranlage in Utzmemmingen eingeweiht. Wie notwendig war dieses Projekt?

Die Kläranlage ist 1968 gebaut worden, war in die Jahre gekommen und von der Dimensionierung her zu klein. Durch den Bevölkerungszuwachs und dadurch, dass wir sehr viel Fremdwasser in Utzmemmingen haben, musste die Kläranlage einfach erweitert und gleichzeitig vergrößert werden. Und wir haben im Prinzip eine neue Anlage.

Die geplante Photovoltaik-Anlage in Pflaumloch hat in 2018 für einige Aufregung gesorgt. Warum?

Es ist der politische Wunsch, benachteiligte Gebiete für Photovoltaik heranzuziehen und dieses Gebiet ist in der 110 Meter Grenze zur Bahnlinie. Die Grundstückseigentümer haben den Antrag auf Erstellung eines Bebauungsplans gestellt. Der Gemeinderat hat sich damit sehr intensiv auseinandergesetzt. Und kam wie auch die Verwaltung zu dem Ergebnis, wenn die Rahmenbedingungen stimmen, ist es vorstellbar, dass der Plan so durchgesetzt werden kann. Aber letztlich entscheiden ja noch die Träger öffentlicher Belange und die Bevölkerung mit. Bis 26. Dezember ist die erste Anhörung abgeschlossen.

Welche Themen werden Sie auch im kommenden Jahr beschäftigen?

Was kommen wird, ist der Neubau Bauhof/Feuerwehr. Geplant ist, dass wir bis Ende Mai in Utzmemmingen ein Baugebiet erschließen, im März mit dem Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Neumemmingen-Pflaumloch beginnen und Mitte des Jahres werden wir die Breitbandgeschichte in Angriff nehmen.

Was wünschen Sie sich und den Riesbürgern für 2019?

Ich wünsche uns, dass es so weitergeht, wie wir es in den letzten Jahren hatten. Wir haben natürlich schon von der guten Finanzausstattung von Bund und Land profitiert. Wir konnten viele wichtige Projekte voranbringen. Und ich wünsche mir, dass der Gemeinderat und ich weiterhin erfolgreich arbeiten können. Was sicher spannend wird sind die Kommunalwahlen im Mai und die Bürgermeisterwahl Ende Juni oder Anfang Juli.