Riesbürg

Die Riesbürger Ganztagesschule ist nicht finanzierbar

Riesbürg / Lesedauer: 2 min

Doch bald kommt der gesetzliche Anspruch auf eine Ganztagesbetreuung.
Veröffentlicht:24.01.2023, 01:00

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Die Generalsanierung der Römerhalle sowie der Neubau der Grundschule in Utzmemmingen liegen erst einmal auf Eis. „Bei diesen Preisexplosionen ist das Projekt im Moment nicht finanzierbar“, so Riesbürgs Bürgermeister Willibald Freihart am Montagabend im Gemeinderat. Dazu kämen Preissteigerungen im Bereich Heizung und Sanitär, wo auch in nächster Zukunft keine Entspannung zu erwarten sei.

Mathis Tröster vom beauftragten Planungsbüro ACT in Ellwangen stellte den Räten die Kosten vor. Allein für die Technik sei eine Million fällig, so Tröster. Die Kosten für eine Generalsanierung der Römerhalle mit einem Anbau für die Mensa, Küche und WC-Trakt liegen aktuell bei 6,45 Millionen Euro. Der Neubau der Grundschule wird mit 6,62 Millionen veranschlagt. Insgesamt liegen die Gesamtkosten also bei 13,1 Millionen Euro. Freihart erklärte, man habe zwei Möglichkeiten durchgespielt. Bei der ersten Variante seien etwa sieben Millionen, bei der zweiten Variante 9,2 Millionen aus Eigenmitteln zu finanzieren. Geld, das die Gemeinde nicht aufbringen kann.

Das bringt die Gemeinde in die Bredouille. Denn: Ab dem Schuljahr 2026/27 soll es einen bundesweiten Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung in den Grundschulen geben. „Es funktioniert nicht, dass wir immer mehr Aufgaben erfüllen müssen“, so Freihart mit Blick auf die Vorgaben der Politik. Man könne nicht uferlos in die Verschuldung gehen. Der Stand des Projekts soll nun so belassen werden und nicht in den Haushaltsplan für 2023 aufgenommen werden. Gabriele Hala fügte an, es gehe sicher auch anderen Gemeinden so, sodass der Druck auf die Politik steigen werde. „Wenn es soweit ist, haben wir schon einen Plan in der Tasche“, so Hala. Franziska Brenner regte an, als Zwischenlösung an anderen Schulen das bisherige Betreuungsangebot zu verbessern.