Krähenbach

Ermittlungen eingestellt: Gemeinde Neuler hat den Schlierbach nicht vorsätzlich verschmutzt

Neuler / Lesedauer: 2 min

Die BI „Hochwasserschutz sofort“ hatte die Gemeinde wegen Umweltfrevels angezeigt
Veröffentlicht:22.08.2022, 15:05

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Die Bürgerinitiative (BI) „Hochwasserschutz sofort“ hat die Gemeinde Neuler Anfang Juni beschuldigt Dreck- und Schmutzwasser aus der alten Kläranlage in Neuler in den Krähenbach und damit auch in den Schlierbach geleitet zu haben. Wenige Tage später haben sie Strafanzeige gestellt. Die Ermittlungen wurden nun aber von der Staatsanwaltschaft eingestellt.

Am Pfingstwochenende war eine große Menge braunes, schmutziges Wasser den Schlierbach hinuntergeflossen. Die Niederalfinger BI hatte daraufhin angenommen, dass es sich um Klärschlamm aus der Neulemer Kläranlage handeln könnte und dort „die Schleusen geöffnet worden“ seien. Diese Vorwürfe kann die Polizei mit ihren Ermittlungserkenntnissen nicht stützen, erklärt Staatsanwalt Klaus Schwichtenberg .

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Es habe den Wetteraufzeichnungen zur Folge in der besagten Zeit einen extremen Starkregen über Neuler gegeben. Die Kläranlage beziehungsweise das Klärbecken fungiere heute nur noch als Regenüberlaufbecken, da die Kläranlage bereits im Jahr 2013 still gelegt worden sei, wurde sie seinerzeit auch ordnungsgemäß entschlammt. Auf Grund der hohen Wassermaßen durch die Regenfälle sei also automatisch und legal Wasser in den Bach geleitet worden.

Auf Grund der Ermittlungsergebnisse liege kein Verdacht mehr vor, dass von seiten der Gemeinde oder deren Mitarbeiter vorsätzlich ein Gewässer verunreinigt wurde, so Schwichtenberg. Die Staatsanwaltschaft Ellwangen habe daher zum 18. Juli die Ermittlungen eingestellt. Die Bürgerinitiative sei über diesen Schritt bereits informiert und habe bisher auch keine Beschwerde gegen diese Entscheidung eingereicht.

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