Gospel

Klassik trifft auf Gospel, Jazz und Soul

Lauchheim / Lesedauer: 2 min

Benefizkonzert von Brasstissimo und Mabeika für Enugu in Uganda in Röttingen
Veröffentlicht:30.10.2016, 17:19
Aktualisiert:23.10.2019, 11:00

Von:
Artikel teilen:

Beim Benefizikonzert für Enugu in Uganda sind in Röttingen mit Brasstissimo und Mabeika konzertante Blechbläserklänge auf Gospel, Jazz und Soul getroffen. Schon mehrfach sind beide Formationen bei verschiedenen Benefizkonzerten gemeinsam aufgetreten.

Die gemeinsamen Konzerte der Musiker sind eine Klasse für sich. Scharf klingende Trompeten, weiche Hörner, Posaunen und Tuben, dank der perfekten Zusammensetzung bildet Brasstissimo alle Klangfarben ab und sorgt dank dieser Klangvielfalt für ein abwechslungsreiches Hörerlebnis. Die sieben virtuosen Musiker setzen seit über 20 Jahren mit klaren und kraftvollen Ansätzen, schnellem Zungenschlag und Fingerspiel Maßstäbe, die weit über die von Hobbymusikern hinausgehen.

Das Gleiche gilt für die je drei Sängerinnen und Musiker von Mabeika. Sie haben aus Spaß an der Musik zusammengefunden und um der Ostalb Soul, Jazz und Blues nahezubringen. Dezent begleitet mit Schlagzeug oder Cajón, Gitarre und Orgel begeisterten die Frauen mit ihren kraftvollen Stimmen und beeindruckenden Stimmumfang. Dass dabei wie auch schon vor drei Jahren englischsprachige Texte dominierten, kommentierte Helmut Dittmer von Brasstissimo so: „ Ond desmol den die au no englisch blosa.

Nach einem sehr konzertanten Auftakt mit der Fanfare für Blechbläser, „Ombra mai fu“ aus Händels Oper „Xerxes“ oder dessen Feuerwerksmusik, zeigten die Musiker von Bratissimo im zweiten Block ihr komödiantisches Talent. Sie sorgten mit ihren Interpretationen vom „Säbeltanz“ und „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“ oder Weisheiten wie „wenn man sehr gut tanzen kann, nennt man es Ballett, wenn nicht Opernball“ für Lacher.

Anschließend zeigten Brasstissimo, was ein Blechbläserensemble so alles kann. Dem poppigen „Sir Duke“ von Stevie Wonder folgten die Klassiker „The Rose“ oder schwäbisch „’s Reesle“ und „I will follow him“. Perfekte Gesangseinlagen wie „La Montanara“ oder das „Weinlied“ rundeten den großartigen Auftritt ab.

Dem standen Mabeika in nichts nach. Ob Aretha Franklins „Say a little Prayer“, „Make you feel my Love“ von Adele, „Wonderful World“, „Fallin´“ oder „Hit the Road Jack” – mit ihren stimmgewaltigen Interpretationen machten Mabeika die Originale vergessen. Höhepunkt waren jedoch „River of Dreams” von Billy Joel und „Guck doch ned so beas“, die deutsche Version des Megahits von Meghan Trainor, womit der Bogen zu zumindest einem deutschen Lied gespannt wurde.

Dank der Vollblutmusiker erlebten die Besucher im Röttinger Bürgersaal einen kurzweiligen Abend, bei dem für jeden Musikgeschmack etwas dabei war. Nicht nur die Kinder aus Enugu in Uganda, denen die Spendengelder einen erfolgreichen Start ins Berufsleben zu finanzieren helfen, sagen danke.