Naherholungsgebiet

Naherholungsgebiet in der Dorfmitte

Jagstzell / Lesedauer: 2 min

Aufwertung des Jagstufers geplant: Jagstzell bewirbt sich um Leader-Förderung
Veröffentlicht:30.06.2016, 11:15
Aktualisiert:23.10.2019, 14:00

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Im Gemeinderat Jagstzell ist die Attraktivierung des Jagstufers im Bereich der Jagstbrücke erneut Thema gewesen. Das Projekt soll weiter vorangetrieben werden. Die Gemeinde hat dazu ihre Bewerbung um Fördermittel aus dem Leader-Programm eingereicht. Die Gemeinde hofft auf eine Unterstützung in Höhe von 205 000 Euro.Kosten wird die Maßnahme rund 408000 Euro.

Jagstzell arbeitet weiter an seinem Image als familien- und kinderfreundliche Gemeinde. In diesem Zuge soll nun auch das Jagstufer im Bereich der innerörtlichen Jagstbrücke deutlich aufgewertet werden.

Die Idee dazu ist bereits vor einigen Jahren – bei der Erarbeitung des Gemeindeleitbilds – aufgekommen. Erklärter Wunsch war es schon damals, die Jagst beziehungsweise das Ufer in ein attraktives Freizeit- und Naherholungsgebiet umzumodeln.

Kerlesbach soll verlegt werden

Die Projektidee wurde wenig später, im Jahr 2014, dann auch tatsächlich als Starterprojekt in das Regionale Entwicklungskonzept der Jagstregion aufgenommen. Nachdem der Gemeinderat von dem Vorhaben im vergangenen Jahr kurzzeitig Abstand genommen hatte – wegen der hohen Kosten – soll es nun also doch umgesetzt werden.

Dazu soll der bestehende Verlauf des Kerlesbaches unter der B 290 hindurch verlegt werden und im Bereich der Jagstaue zu einem Wassererlebnisbereich ausgebaut werden. Jagstzell rechnet für diese Maßnahme mit einem Investitionsbedarf von 408 000 Euro. Ohne Zuschüsse sei das Projekt für die Gemeinde nicht finanzierbar, erklärte Müller in der Sitzung. Die Verwaltung habe deshalb Anfang Juni bei der Leader-Aktionsgruppe (LAG) Jagstregion, deren Büro sich in Rosenberg befindet, einen Antrag auf Leader-Fördermittel gestellt. „Wenn es klappt, können wir auf einen Zuschuss von 206 000 Euro hoffen“, sagte Müller.

Das Geld solle in eine „ökologische Aufwertung der Jagst“ fließen. Darüber hinaus sei der Bau von Wasserspielen sowie einer Spielinsel für die Kinder denkbar. Ebenso ein grünes Klassenzimmer und eine Liegewiese. Auch Parkplätze sind geplant.

Ob Jagstzell mit seinem Projekt in die Förderkulisse aufgenommen wird, hängt nun von der Entscheidung des Mitgliedsgremiums der LAG Jagstregion ab, das sich am 13. Juli zu einer gemeinsamen Sitzung treffen wird.