Bopfingen

Im Hobbykeller geboren, erleben die Bopfinger Darttage nun ihr Revival

Bopfingen / Lesedauer: 5 min

Dartsport boomt nach wie vor – und auch auf der Ostalb finden sich immer mehr Spieler, die sich dem Pfeilewerfen auf die Boards widmen, elektronisch oder auf Kork.
Veröffentlicht:25.01.2023, 05:00

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Am kommenden Wochenende ist die Region rund um Bopfingen fest in der Hand der Dartfreunde Bopfingen. Nach 2020 findet nun endlich die Neuauflage der Bopfinger Darttage statt – am Freitag duellieren sich die Hobbydarter im Marienheim in Flochberg, am Samstag dürfen die Vereinsspieler an die Boards. Der Vorsitzende der Dartfreunde Bopfingen, Markus Dannbacher, freut sich, dass dieses Dartevent nach der Corona-Zwangspause nun endlich wieder stattfinden kann. Dartsport boomt, das bestätigt der Vorsitzende im Gespräch mit Redaktionsleiter Timo Lämmerhirt, was auch Neuerungen für das Turnier nach sich gezogen hat.

Wie lange gibt es die Dartfreunde Bopfingen eigentlich schon?

Uns gibt es seit Januar 2016. Da hatten wir auch ein Turnier gespielt und uns dann dazu entschlossen, eine Dartmannschaft zu gründen.

Also eigentlich eine Idee aus einem Spaß heraus?

Ja, eigentlich schon. Damals wussten wir zunächst nicht, dass es Dartmannschaften im Spielbetrieb gibt, da haben wir erst einmal suchen müssen. Dann haben wir ein halbes Jahr damit verbracht, Leute zusammenzusuchen, trainiert und das Ganze vorbereitet. Im September 2016 sind wir schließlich im Ligabetrieb gestartet.

Mittlerweile könnt Ihr darüber vermutlich nur müde schmunzeln. Wie vielen Mannschaften sind bei Euch am Start?

Derzeit haben wir drei E-Dartmannschaften und eine Steeldart-Mannschaft. Im Sommer dann möchten wir eine weitere Steeldart-Mannschaft an den Start bringen. Insgesamt haben wir über 40 Spieler in den Mannschaften angemeldet.

Da kann man nicht einfach als Thekenmannschaft daherkommen und munter am Spielbetrieb teilnehmen.

Markus Dannbacher, Vorsitzender der Dartfreunde Bopfingen

Wieso seid Ihr eigentlich kein eingetragener Verein bei all dem positiven Wachstum?

Wir spielen ja schon seit 2016 im Vereinsheim des FC Schloßberg. Das liegt daran, dass ich damals das Vereinsheim bewirtschaftet habe. Dann aber mussten wir uns gründen. Wenn man nämlich eine Steeldart-Mannschaft an den Ligabetrieb anmelden möchte, dann muss man ein eingetragener Verein sein. Da kann man nicht einfach als Thekenmannschaft daherkommen und munter am Spielbetrieb teilnehmen (schmunzelnd).

Die ersten Darttage habt Ihr mit Bravour über die Bühne gebracht, dann aber kam die Corona-Pandemie.

Das war wirklich ein großer Erfolg, den wir in der Form nicht erwartet hatten. Eigentlich hat dieses Turnier schon bei mir zu Hause 2012 begonnen. Damals haben wir auf einem Automaten gespielt, zunächst mit acht Leuten, dann mit 16. Das ist von Jahr zu Jahr größer geworden, bis wir irgendwann 30 waren. 2019 dann war es soweit, dass der Leistungsunterschied bei diesem Turnier so groß wurde, dass diejenigen, die nicht regelmäßig spielten, eigentlich keine Lust mehr hatten, weil sie chancenlos waren. Dann haben wir die Darttage ins Leben gerufen, mit dem Hobbyturnier am Freitag. Wir können es nicht 100-prozentig nachprüfen, ob die Spieler nicht doch im Verein spielen, vertrauen aber schon auf die Fairness.

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Und Ihr rechnet auch für das kommende Wochenende wieder mit einer vollen Hütte?

Ja, ganz klar. Für das Hobbyturnier haben wir schon eine lange Warteliste, das Feld ist längst voll. Und auch bei den Vereinsspielern, die sich am Samstag duellieren werden, gibt es keine freien Plätze mehr. Bislang haben wir die Darttage im Vereinsheim des FC Schloßberg absolviert, dafür reicht aber der Platz nicht mehr aus. Deswegen tragen wir die Darttage nun im Marienheim aus, das Gemeindezentrum in Flochberg.

Jetzt hat vor allem der Deutsche Gabriel "Gaga" Clemens bei der kürzlich in London ausgetragenen Darts-WM mit seinem Halbfinaleinzug mächtig für Furore gesorgt. Auch in der klassischen Sportberichterstattung wurde plötzlich über Darts gesprochen und geschrieben. Spürt Ihr in Bopfingen auch diesen Hype?

Ja, absolut. Vor allem bei dem Hobbyturnier ist die Warteliste unheimlich lang geworden, da möchte gefühlt jeder mitspielen. Viele, die noch nie ein Turnier mitgespielt haben, möchten sich in diesem Rahmen ausprobieren.

Kommen die angemeldeten Spieler denn alle bei Euch aus der Gegend?

Nein, das ist ganz unterschiedlich, das Einzugsgebiet ist recht groß. Da sind durchaus viele Fremde dabei, aus Ellwangen, Nördlingen oder Aalen.

Da sind durchaus viele Fremde dabei, aus Ellwangen, Nördlingen oder Aalen.

Markus Dannbacher, Vorsitzender der Dartfreunde Bopfingen

Aber das ist ein positives Zeichen, oder nicht?

Ja, so möchten wir es ja haben. Im kommenden Jahr gehen wir vielleicht noch einen Schritt weiter und hängen am dritten Tag ein Steeldart-Turnier dran. Dann werden die Darttage über drei Tage gehen. Es gibt bei uns in der Region gar nicht so viele Steeldart-Turniere, sodass wir doch ziemlich optimistisch sind, auch ein großes Feld zu füllen.

Solch ein Hobbyturnier ist doch eine gute Akquisemöglichkeit für Euch...

Ja, wenn einer auffallen sollte, einen gute Pfeil wirft, kann man diesen Spieler vielleicht überzeugen, dass er das zukünftig bei den Dartfreunden Bopfingen macht. Der Sieger des Hobbyturniers 2020, Fabian Hieber, spielt inzwischen auch bei uns in der zweiten Mannschaft. Erst in der vergangenen Woche ist diese aufgestiegen.