Umsatz

Scholz-Gruppe steigert Umsatz

Essingen / Lesedauer: 3 min

Das Stahlunternehmen ist erfolgreich in das Jahr 2012 gestartet – Belastungen befürchtet
Veröffentlicht:29.06.2012, 19:00
Aktualisiert:25.10.2019, 08:00

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Die Scholz-Gruppe blickt mit Veröffentlichung des Konzernabschlusses am 28. Juni auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2011 zurück. Trotz eines anspruchsvollen Wirtschaftsumfeldes sei die Verkaufstonnage um rund 4 Prozent auf etwa 10,9 Millionen Tonnen gesteigert worden. Aufgrund des gleichzeitig gestiegenen Preisniveaus der gehandelten Sekundärrohstoffe habe sich der Gruppenumsatz von 4,5 Milliarden Euro im Jahr 2010 um 17,7 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro im Jahr 2011 erhöht.

Das Ebitda erreichte laut dem Unternehmen einen Wert von 246,6 Millionen Euro und lag damit um 6,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wohingegen das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) mit 57,4 Millionen 8, Prozent über dem Vorjahreswert lag.„Mit dem Geschäftsverlauf in 2011 sind wir zufrieden, da wir trotz einer Abkühlung der wirtschaftlichen Lage im zweiten Halbjahr 2011 unsere Ausbringungsmenge und Umsatzsteigern sowie unsere Ergebnisziele nahezu erreichen konnten. Darüber hinaus haben wir unsere Marktstellung weiter ausgebaut“, so der Unternehmensvorstand Oliver Scholz .

Die positive Entwicklung konnte auch im ersten Quartal 2012 fortgesetzt werden. Ein solides Preisniveau für Stahl und Industriemetalle zu Beginn des Jahres habe die operative Performance der Gruppe gestützt. Die Ausbringungsmenge von rund 2,7 Millionen Tonnen sei vor allem aufgrund des starken Wintereinbruchs, der insbesondere die Aktivitäten in Osteuropa negativ beeinflusst habe, um rund 6 Prozent unter Vorjahresniveau geblieben. Auch der durch ein etwas tieferes Rohstoffpreisniveau beeinflusste Quartalsumsatz von 1,3 Milliarden Euro um etwa11 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Ebitda lag mit 61,9 Millionen Euro zwar unter dem durch Sonderfaktoren beeinflussten außerordentlich hohen Vorjahresniveau von 78,5 Millionen Euro. Dennoch habe das Unternehmen seinen Planwert nahezu erreicht. Das Ergebnis vor Steuern liegt im ersten Quartal 2012 bei rund 19 Millionen Euro im Vergleich zu23 Millionen im Vorjahr.

Anleihe erfolgreich platziert

Im März dieses Jahres konnte die Scholz Gruppe ihre erste Unternehmensanleihe in Höhe von 150 Millionen Euro erfolgreich platzieren. Die Anleihe sei sowohl von institutionellen als auch Privatanlegern nachgefragt worden, so das Unternehmen. „Das hohe Handelsvolumen nach Markteinführung an den Börsenplätzen bestätigt das nachhaltig hohe Investoreninteresse“, so Parag-Johannes Bhatt, CFO der Scholz AG.

Das aktuelle wirtschaftliche Umfeld sei zunehmend durch die Staatsschuldenkrise geprägt, weshalb sich zahlreiche volkswirtschaftliche Kennzahlen und Frühindikatoren für das weitere Jahr 2012 eingetrübt hätten. Die zunehmend zurückhaltende Investitionspolitik der letzten Monate sowie fallende Stahl- und Metallpreise lassen den Geschäftsverlauf der Scholz-Gruppe ebenfalls nicht unberührt. Der weitere Ausblick für 2012 sei deshalb von gestiegener Unsicherheit geprägt.

Die Scholz-Gruppe zählt nach eigenen Angaben zu den Marktführern und Schlüssellieferanten der Stahl- und Metallindustrie in Zentral-, Ost- und Südosteuropa. Die Scholz Gruppe betreibt den Handel und die Aufbereitung von Eisen- und Nicht-Eisenmetallen, wie Kupfer und Aluminium undbietet dazugehörige Dienstleistungen an. Das Unternehmen ist mit mehr als 7500 Mitarbeitern in mehr als 20 Ländern aktiv.