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Die Oberliga im Blick

Im letzten Oberliga-Spiel des Jahres: Essingen tritt zur ungewohnten Uhrzeit an

Essingen / Lesedauer: 4 min

Der TSV ist an diesem Samstag um 11 Uhr bei der SG Sonnenhof Großaspach gefordert. Der 1. FC Normannia Gmünd spielt an diesem Samstag um 14 Uhr zu Hause gegen Ravensburg.
Veröffentlicht:30.11.2023, 19:27

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Ursprünglich sollte der TSV Essingen am Freitagabend zum letzten Spiel des Jahres bei der SG Sonnenhof Großaspach antreten. Die Partie wurde nun aber auf Samstag, 11 Uhr verlegt. Beide Mannschaften können nach den letzten Wochen selbstbewusst in die Partie gehen.

Zu ungewohnter Zeit muss der TSV also am Samstag noch einmal antreten. Auf dem Kunstrasen in Großaspach geht es ein letztes Mal in diesem Kalenderjahr um Oberligapunkte. Der TSV kann nach dem Heimsieg gegen Bissingen mit breiter Brust anreisen und wird versuchen dem großen Favoriten das Leben so schwer wie möglich zu machen. Der Trend zu Beginn der Saison, als man auswärts deutlich erfolgreicher als zu Hause war, hat sich inzwischen etwas gedreht. In der heimischen Arena gewann die Mannschaft von Trainer Simon Köpf die letzten drei Partien, während man in der Fremde aus den vergangenen vier Spielen nur zwei Punkte holte. Insgesamt steht der TSV mit 25 Zählern aus 19 Spielen gut da und kann somit ohne den großen Druck zum langjährigen Drittligisten fahren. Die SG gewann vier der letzten fünf Pflichtspiele, beim letzten Heimauftritt deklassierte man den FV Ravensburg mit 6:0. Köpf schätzt den kommenden Gegner folgendermaßen ein: „Sie haben viel dominiert in den letzten Spielen. Mit Dominik Salz habe ich noch selber zusammengespielt, das ist ein richtig guter Stürmer. Mit Volkan Celiktas haben Sie auf der Sechs einen Ausnahmespieler, mit Marius Kunde einen guten Zocker. Drum herum sind viele junge Talente, die alle gut kicken können.“ Im Hinspiel machte es der TSV dem Favoriten schwer, verschoss beim Stand von 0:0 einen Elfmeter und verlor am Ende mit 0:1.

Normannia ist zu Hause gegen Ravensburg gefordert

Einmal muss der 1. FC Normannia Gmünd noch antreten, ehe es in die mehr als verdiente Winterpause geht. Das 0:2 beim FC Holzhausen in der vergangenen Woche möchte Trainer Zlatko Blaskic zwar nicht ausklammern, es ändert jedoch nichts mehr am Gesamtfazit zum Jahr: „Meine Mannschaft hat in diesem Jahr Außergewöhnliches geleistet. Die Akkus sind ohne richtige Pause im Sommer, ohne richtige Vorbereitung, schon seit Wochen leer.“ Einmal aber noch werden die Normannen die Akkus voll aufladen, um im Heimspiel gegen den FV Ravensburg an diesem Samstag (14 Uhr) zu bestehen, mehr noch: „Es ist die letzte Partie in diesem Jahr und es ist das klare Ziel, zu gewinnen.“

War er kurz nach dem Abpfiff in Holzhausen noch reichlich verärgert ob der gezeigten Leistung seines Teams, so geht Blaskic einige Tage später schon weniger hart mit seiner Mannschaft ins Gericht: „Wir müssen einfach akzeptieren, dass wir einen gebrauchten Tag erwischt haben, demzufolge völlig verdient verloren haben. Vor allem im Kopf waren wir zu müde, zu langsam“, sagt er rückblickend. Weniger müde und weniger langsam soll es ins letzte Spiel des Jahres gehen, was treffenderweise im heimischen Schwerzer stattfindet. Zum einen ist es natürlich schön, sich vor den eigenen Zuschauerinnen und Zuschauern in die längere Pause zu verabschieden, zum anderen hat sich die Normannia in dieser Oberliga-Hinrunde samt Start in die Rückrunde zu einer echten Heimmacht entwickelt: Sieben Siege und nur jeweils ein Unentschieden (CfR Pforzheim) und eine Niederlage (Göppinger SV) stehen zu Buche. Diese Statistik soll nun noch einmal aufgehübscht werden.

Die Voraussetzungen gegen Ravensburg scheinen auf den ersten Blick ähnliche zu sein, wie schon gegen Holzhausen. Auch der FVR steckt mitten im Abstiegskampf, ist 14. und hat mit 19 gesammelten Zählern 13 Zähler weniger als die Normannen. Doch Blaskic warnt: „Das ist eine richtig starke Truppe. Große Qualität versprechen alleine schon Schachtschneider, Colic, Schäch oder Kapitän Jeggle“, weiß Normannias Übungsleiter natürlich wieder genauestens Bescheid über den kommenden Gegner. „Wenn wir nicht ein anderes Gesicht zeigen als zuletzt, dann wird es schwierig, erfolgreich gegen den FVR zu sein“, sagt er.

Tatsächlich ist die Verletztenliste an diesem Wochenende gar nicht mehr so lang wie noch in den Vorwochen. Lediglich die Langzeitverletzten Daniel Sanchez, Luca Benz und Henrick Selitaj werden ausfallen. Gepaart mit der Nachricht, dass Calvin Körner und Tim Grupp zurückkehren werden, kann Blaskic mal ein Lächeln über sein Gesicht huschen lassen. „Ich bin überzeugt davon, dass die Jungs auch oder vielleicht gerade wegen dieses letzten Spiels alles geben werden, um die Punkte in Gmünd zu behalten“, sagt er. Es wäre der krönende Abschluss eines Jahres, nach dem man in der Vereinsgeschichte lange suchen muss, möchte man ein ähnlich erfolgreiches finden.