Feuerwehrhaus

Stadt hält Feuerwehrhaus in Eigenzell für notwendig

Ellwangen-Eigenzell / Lesedauer: 2 min

Nicht alle Rindelbacher Teilorte lassen sich von Ellwangen aus mitversorgen – Fahrzeiten zu lang
Veröffentlicht:24.01.2014, 20:25
Aktualisiert:24.10.2019, 17:00

Von:
Artikel teilen:

Noch dieses Jahr will die Stadt mit dem Bau des Feuerwehrgerätehauses Eigenzell beginnen. Wann, ist noch offen. Bis April, wie ursprünglich geplant, klappt es wohl nicht.

Der Neubau ist notwendig, sagte Stadtbrandmeister Wolfgang Hörmann beim Pressegespräch. In dem Feuerwehrhaus am Ortsrand von Eigenzell werden die beiden bisherigen Unterkünfte der Feuerwehr Rindbelbach in Eigenzell und Rattstadt zusammengelegt. Am Ortseingang sei das Gebäude am effektivsten untergebracht, damit auch die Feuerwehrleute aus Rattstadt schnell hinkommen.

Von Ellwangen aus ließen sich Rattstadt und Eigenzell nicht mitversorgen, betonte Kreisbrandmeister Otto Feil. Die Feuerwehr müsse nach dem Alarm in zehn Minuten am Brandort sein. Das sei von Ellwangen nicht zu schaffen. Menschen dürften dem Rauch nicht länger als 18 Minuten ausgesetzt sein, weil danach mit bleibenden Schäden zu rechnen sei. Eine dezentrale Struktur der Feuerwehr sei deshalb notwendig.

So sieht es auch Rindelbachs Ortsvorsteher Arnulf Hauber. Rindelbach lasse sich gut von Ellwangen aus versorgen, deshalb habe sich diese Abteilung schon 1995 an Ellwangen angeschlossen. Für Eigenzell und Rattstadt gelte das nicht. Gebaut werde nicht zum Selbstzweck: „Wir sind froh über die freiwillige Feuerwehr. Die machen Dienst zum Schutz der Bürger – und das ehrenamtlich.“

35 Feuerwehrleute wird die neue, zusammengefasste Abteilung haben. Sie wollen sich mit Eigenleistungen am Neubau beteiligen. Die Finanzierung, sagte Oberbürgermeister Karl Hilsenbek, sei bei 400000 Euro nicht ganz einfach, auch wenn es 120000 Euro Zuschuss gebe. Doch das Haus sei absolut notwendig.

Es wird am Ortseingang von Eigenzell stehen, westlich der Hornbergstraße und auf das Nötigste reduziert, wie Stadtbaumeister Siegfried Leidenberger sagte. Zur Garage für zwei Fahrzeuge kommen Umkleiden für die Feuerwehrmänner und im Obergeschoss ein Büro und ein Schulungsraum.

Es gibt Einwände

Doch nicht allen in Eigenzell gefällt das Bauvorhaben, zwei Einwendungen sind laut Leidenberger schon da. Sie wehren sich gegen den Funkmasten auf dem Dach. Dieser habe drei Watt Leistung und sei so schwach, dass er weder eine Genehmigung noch eine Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur brauche.

Da die Stadt aber in einem eigenen Bauverfahren nicht selbst über die Einwendungen entscheiden kann, hat sie das Verfahren ans Regierungspräsidium abgegeben. Das dauere etwas länger, sagte der OB. Mit dem Spatenstich im April werde es wohl nichts. Von einem Baubeginn in diesem Jahr geht er aber aus.