Warmdusche

Ellwangen verzichtet in städtischen Hallen auf Warmduschen

Ellwangen / Lesedauer: 2 min

Küchen sollen betriebsbereit bleiben – Entscheidung trifft bei Vereinen auf Zuspruch
Veröffentlicht:09.11.2022, 05:00
Aktualisiert:09.11.2022, 07:14

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Die Stadt Ellwangen ergreift weitere Maßnahmen, um Energie einzusparen. Um dem aktuellen Mangel zu begegnen, hatte die Verwaltung sich für die Zeit der Herbstferien entschieden, die städtischen Hallen nicht zu beheizen. Um das weitere Vorgehen für die kommenden Wintermonate zu besprechen, hat Oberbürgermeister Dambacher die Verantwortlichen aller Sportvereine zu einem Gespräch ins Ellwanger Rathaus geladen.

Die Aufforderung von Oberbürgermeister Michael Dambacher, einen gemeinsamen Beitrag zum Einsparen im Bereich der Warmwasseraufbereitung zu leisten, stieß auf Zuspruch bei den Vereinsvorsitzenden. In einem konstruktiv geführten Dialog zeigten sich die Vereine bereit, in den städtischen Hallen bis auf Weiteres auf das Duschen mit warmem Wasser zu verzichten.

Es darf nicht nochmal zu einem Lockdown im Sport kommen.

, Sportkreis Aalen Marcel Winter

Dambacher dankte deshalb allen anwesenden Vertretern und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Sportkreises Aalen, Marcel Winter, für die gute Aussprache. „Die Vereinsvertreter konnten nacheinander Stellung nehmen und jeder wurde mit seinen individuellen Problemen ernstgenommen“, erklärt Winter im Gespräch mit der „Ipf- und Jagst-Zeitung/Aalener Nachrichten“.

Der Verzicht auf Warmwasser in den Duschen sei aus seiner Sicht ein guter Kompromiss, um einerseits Gas einzusparen und andererseits den Sportbetrieb weiter aufrechtzuerhalten. Denn eine weitere Eskalation der Energiekrise gelte zwingend zu vermeiden, so Winter: „Es darf nicht nochmal zu einem Lockdown im Sport kommen.“

Aktuell gilt die Alarmstufe

Seit Ende Juni befindet sich Deutschland in der Alarmstufe des Gasnotfallplans, derzufolge zwar eine Störung der Gaslieferung vorliegt, die Versorgung aber noch gesichert ist. Verschlechtert sich die Situation über den Winter weiter, könnte die Bundesregierung die Notfallstufe ausrufen, in der massivere Maßnahmen zum Gassparen – beispielsweise zulasten von Sportangeboten, Schwimmbädern oder industriellen Großverbrauchern – getroffen werden müssen.

Trotz Abschaltung des Warmwassers in den Duschen sollen die im Winterhalbjahr geplanten Vereinsveranstaltungen, die sich mit einer Küchennutzung verbinden, stattfinden können, erklärt die Stadt weiter in ihrer Pressemitteilung. Die Bereitstellung des hierfür notwendigen Warmwassers soll gewährleistet werden, weshalb die Verwaltung zeitnah prüfen wird, ob die Küchen von der zentralen Energieversorgung entkoppelt werden können oder ob eine alternative Warmwasseraufbereitung bereitgestellt werden kann.