Jugendzentrum

Jugendzentrum startet Ganztages-Ferienprogramm

Ellwangen / Lesedauer: 3 min

Angebot in der dritten und vierten Sommerferien-Woche - Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeit und Pate
Veröffentlicht:29.01.2015, 19:05
Aktualisiert:24.10.2019, 06:00

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Gute Nachrichten für berufstätige Eltern: Das Jugendzentrum bietet in den Sommerferien zum ersten Mal zwei Wochen lang eine ganztägige Ferienbetreuung an.

Immer von 7.45 bis 16.30 Uhr gibt es in der dritten und vierten Ferienwoche ein Programm für Kinder und Jugendliche zwischen elf und 15 Jahren, die Kleineren von sechs bis zehn Jahren werden in der vierten Ferienwoche zu den gleichen Uhrzeiten betreut.

Das nimmt bei Eltern ein bisschen den Druck heraus, schließlich ist es alles andere als einfach, sechs Wochen Schulferien der Kinder mit der eigenen Berufstätigkeit unter einen Hut zu bringen. Die Nachfrage ist da, das Ferienprogramm alleine kann sie nicht abdecken, denn die Spiel- und Bastelangebote dauern meist nur wenige Stunden. Auch die Vereine Verlässliche Grundschule stoßen an ihre Grenzen. Sie bieten zwar reihum wochenweise eine Ferienbetreuung an, doch immer nur halbtags. Schließlich sind die Vereine rein ehrenamtlich organisiert.

Mit Mittagessen60 Euro in der Woche

Die Lücke füllt nun das Jugendzentrum, das mit der Schulsoszialarbeit und dem Verein Pate zusammenarbeitet. Sie und Ferienpraktikanten unterstützen Constantin Toth vom Jugendzentrum. Die anderen Mitarbeiter seien im Sommer schon mit dem Ferienprogramm gut beschäftigt, sagt der Leiter des Jugendzentrums, Jörg Mayer .

Für die Betreuung werden von der Marienpflege zwei Klassenräume der Rupert-Mayer-Schule angemietet sowie der Sportplatz mit anliegendem Gebäude im Goldrain. Außerdem dürfen die Gruppen die Spiel- und Sportplätze, das Café Pink und die Kletterhalle der Marienpflege nutzen.

Das neue Angebot soll keine Konkurrenz zu den bereits bestehenden sein, ist Jörg Mayer wichtig. Im Gegenteil: Dass Bedarf da ist, hatten im Vorfeld die Vereine Verlässliche Grundschule immer wieder betont. Die Ferienbetreuung kostet pro Woche 60, mit Familienpass 40 Euro. Die Mahlzeiten sind im Preis enthalten. Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei fünf Kindern, maximal sind es 20.

So günstig geht das nur, weil die Mitarbeiter der Schulsozialarbeit und des Jugendzentrums nicht extra zu Buche schlagen. Das Borromäum, das ebenfalls eine Ganztagesbetreuung für ältere Schüler anbietet, sehe das nicht als Konkurrenz, betont Mayer. Dort liegen die Preise zwar etwas höher, dafür beteiligen sich oft die Firmen der Eltern an den Kosten, die dann unterm Strich auch nicht mehr bezahlen.

Die Termine in der dritten und vierten Woche sind mit allen Anbietern abgestimmt worden. Nur bei den Kleinen gibt es eine Überschneidung mit der Ferienbetreuung der Klosterfeldschule. Für diese Altersgruppe gibt es so viele Angebote, dass das Jugenzentrum hier erst mal nur mit einer Woche startet.

Wie die Woche läuft, steht im Detail noch nicht fest. Man werde wohl mit einem gemeinsamen Frühstück beginnen, dann folgen kreative und erlebnisreiche Aktivitäten und dann das Mittagessen. Die Abholzeiten will Mayer flexibel halten. Eltern, die am Nachmittag selbst etwas mit ihren Kindern unternehmen wollen, können sie auch schon um 14 Uhr abholen.

Ende März erscheint eine Broschüre, in der alle Betreuungsangebote und Ferienfreizeiten von allen Anbietern in der Region für alle Ferien aufgelistet sind. Auf einer Tabelle sehen Eltern auf einen Blick, wann welches Angebot für welche Altersgruppe zur Verfügung steht. Die Broschüre ist Teil der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit, die sich die Vereine Verlässliche Grundschule und das Borromäum gewünscht hatten. Diese übernimmt das Jugendzentrum, das auch die Ausschreibung übernimmt. Ab 2016 soll die Broschüre gleich Anfang des Jahres erscheinen, dann sind auch die Faschingsferien mit dabei.