Gemeinsamkeit

Gemeinsamkeit der Kulturen betont

Ellwangen / Lesedauer: 2 min

Erste deutsch-arabische Stadtführung in Ellwangen zeigt neue Facetten auf
Veröffentlicht:29.05.2016, 18:04
Aktualisiert:23.10.2019, 15:00

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Am Samstag hat erstmals eine Stadtführung in deutscher und arabischer Sprache in Ellwangen stattgefunden. Annette Bezler zeigte interessierten Asylbewerbern und Bewohnern der Stadt ganz neue Facetten auf. Anschaulich wurde dargestellt, wie eng die verschiedenen Kulturen, die sich in Ellwangen wiederfinden lassen, vor allem im Hinblick auf die religiösen Aspekte miteinander verwoben sind.

Der Integrations- und Flüchtlingsbeauftragte, Jürgen Schäfer , begrüßte zu Beginn die Teilnehmer dieser besonderen Stadtführung am Treffpunkt, den der Marktplatz vor der Basilika darstellte. Wie auch Annette Bezler anschließend noch einmal betonte, sei es eine große Freude, den Asylbewerbern die Geschichte ihrer neuen Heimat näherzubringen und gleichzeitig neue Verbindungen zwischen alteingesessenen Bürgern und Flüchtlingen zu schaffen. Diese hatten sowohl die Chance, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern, sowie Dank des Dolmetschers Ali el Mawla ebenso alle durch Bezler gegebenen Informationen in ihrer Muttersprache Arabisch zu erhalten.

Die erste Station der Stadtführung war die gut 800 Jahre alte Basilika. Von ihrem Inneren ging es durch die Verbindungstür weiter in die benachbarte evangelische Stadtkirche. Annette Bezler betonte die metaphorische Bedeutung einer solchen Tür wie dieser: „Wir haben keine verschlossenen Tore zwischen all den Kirchen. Es ist die Tür im Herzen, die wir zwischen allen Gotteshäusern offenhalten wollen.“ An dieser Stelle betonte sie vor allem den gemeinsamen, abrahimitischen Ursprung der Religionen.

Von den besichtigten Kirchen aus führte der Weg der Stadtführung dann weiter zum Fuchseck und in die Altstadt Ellwangens, mit der Marienkirche als deren Herzstück. An den Stellen der ehemaligen Stadtmauer entlang, besichtigten die Teilnehmer das Palais Adelmann. Das Ende fand die Stadtführung auf dem Marktplatz vor der Basilika, jedoch dieses Mal vor dem Grundriss einer alten Kapelle, der vor zwei Jahren freigelegt worden ist und nun einen Platz zum Verweilen bietet.

Im Namen des Josefstals lud Pater Baumann die Gruppe auf einen Ayran ein, um so die Stadtführung in einem gemütlichen Rahmen ausklingen zu lassen und den Kontakt zwischen den Asylbewerbern und den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Ellwangen zu vertiefen. Eine solche Gelegenheit bietet ebenso das Festprogramm „Ellwangen ist bunt – Eine Welt für alle“ am 4. und 5. Juni.