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Ellwanger Stadtwerke investieren in Wärmeversorgung

Ellwangen / Lesedauer: 2 min

Geschäftsleitung und Aufsichtsrat haben sich zu einer einer zweitägigen Strategie-Klausur getroffen
Veröffentlicht:18.04.2022, 05:00

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Ellwangen (ij) - Die Leitung und der Aufsichtsrat der Ellwanger Stadtwerke haben sich jetzt zu einer zweitägigen Strategie-Klausur getroffen. Darüber haben die Stadtwerke in einer Pressemitteilung informiert.

Aufgrund der Ukraine-Krise und der stark gestiegenen Beschaffungspreise am Gasweltmarkt sei der Zeitpunkt für diese Tagung „gut gewählt“ gewesen, um die weitere Ausrichtung und strategische Planung der Stadtwerke zu besprechen, heißt es in der Mitteilung. Schließlich seien die Herausforderungen der Wärmewende sowie die Lösung von den Verpflichtungen gegenüber Öl- und Gaslieferanten und das Erreichen einer CO2-Neutralität drängender denn je.

Oberbürgermeister Michael Dambacher unterstrich bei dem Treffen die wichtige Rolle der Stadtwerke, die mit ihrem Zugang zum Netz und bei dezentralen, regionalen Lösungen einen entscheidenden Beitrag leisten werden. In vertraulichen und guten Gesprächen wurden die strategischen Ziele definiert und die dafür nötigen Schritte beschlossen. „Unter anderem werden wir unsere Unternehmensstrategie im Bereich der Wärmeversorgung massiv ausbauen“, wird Stadtwerke-Geschäftsführer Stefan Powolny zitiert.

Ein zentrales Element soll dabei die Heizzentrale auf dem ehemaligen Kasernenareal einnehmen, die derzeit mit hoch-effizienten Blockheizkraftwerken aufgerüstet wird und als „H2-ready“, also für den künftigen Betrieb mit grünem Wasserstoff, konzipiert ist. In Kombination mit einem großen Wärmespeicher soll diese stromnetz-dienliche Betriebsweise sogar noch verstärkt werden.

Ausgehend von der Heizzentrale soll nach und nach eine CO2-neutrale Wärmeversorgung in der Stadt entwickelt werden. Großer Vorteil der Heizzentrale ist, dass an einer einzigen Stelle klassische, CO2-neutrale und auch innovative Energieerzeuger in wirtschaftlicher Größe realisierbar sind – die Spannweite der Möglichkeiten geht hier vom klassischen Blockheizkraftwerk (H2-ready), über regionale Biomasse, die Erdwärmenutzung mit Wärmepumpe bis zum Elektrolyseur zur Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff.