Erfolgsgeschichte

Eine „baden-württembergische Erfolgsgeschichte“

Ellwangen / Lesedauer: 2 min

Das Ellwanger Unternehmen elke Technik feiert 70-jähriges Bestehen – Kunden mit internationalem Klang
Veröffentlicht:27.07.2018, 16:24
Aktualisiert:22.10.2019, 17:00

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Mit einem Sommerfest hat das Ellwanger Unternehmen elke Technik sein 70-jähriges Bestehen gefeiert. Aus Sicht von Bürgermeister Volker Grab hat die Firma eine „baden-württembergische Erfolgsgeschichte“ geschrieben. Grab hat zudem die unternehmerische Leistung des Gesellschafter-Ehepaars Barlian gewürdigt.

elke Technik ist eines jener Unternehmen, die man neudeutsch „Hidden Champions“ bezeichnet: Eine Firma, deren Name nicht so bekannt ist wie der von großen Konzernen, die aber in seinem Spezialgebiet international führend ist. Die Firma stellt mit ihren rund 60 Mitarbeitern unter anderem Heizmatten her, die in Führerständen von Lokomotiven oder in die Armlehnen von Pilotensitzen eingebaut werden. Dazu kommen elektrische Steckverbinder und Kunststoffformteile.

Der Ellwanger Ingenieur Fritz Kerner hatte die Firma 1948 gegründet. Ein Schwerpunkt der ersten Zeit war die Fertigung von Kunststoffteilen für Kunden wie Bosch und Varta. Anfang der achtziger Jahre kam die Krise. Quasi über Nacht sprang Reinhold Barlian ein. Sein Unternehmen Bartec gehörte zu den kleineren Kunden der Ellwanger Firma.

Barlian, der sich als „integrierter Flüchtling“ bezeichnet, war in Belgrad geboren und 1954 nach Deutschland gekommen. Der Firmengründer hatte dem jungen Ingenieur Barlian, der noch am Anfang seiner Laufbahn stand, weitergeholfen – deshalb fühlte sich der heute 76-Jährige in der Pflicht. Er rettete elke Technik und ist heute noch stolz darauf, dass der damalige Seniorchef seine Sicherheiten wie seine Rente und sein Haus nicht verloren hat. Seine Frau Marianne ist seit etwa 20 Jahren Geschäftsführerin der Firma. Sie übernahm die Position, nachdem der damalige Geschäftsführer plötzlich verstarb und die Belegschaft deshalb verunsichert war. 2004 habe sie den heutigen Ko-Geschäftsführer Michael Fuchs ins Haus geholt, sagte Reinhold Barlian in seiner Ansprache.

Der Unternehmer setzt auf die duale Ausbildung und ist Mitbegründer des Firmenausbildungsverbunds Main-Tauber in Bad Mergentheim. Zu den Klagen über den Fachkräftemangel sagt er: „Alle sagen: Es gibt keine Fachleute. Das stimmt. Aber man kann ausbilden.“

Bürgermeister Volker Grab würdigte die unternehmerische Leistung des Ehepaars Barlian und lobte die „baden-württembergische Erfolgsgeschichte“ von elke Technik. Die Kunden wie etwa Bombardier, Siemens oder auch Airbus hätten einen internationalen Klang. Grab begrüßte auch das klare Bekenntnis der Firma zur dualen Ausbildung und zum Standort Ellwangen.