Breitband

Breitband kommt für 430 Haushalte

Ellwangen / Lesedauer: 3 min

Auf Ellwanger Gemarkung wird die Beseitigung der „weißen Flecken“ weiter vorangetrieben. Jetzt war Spatenstich in Röhlingen.
Veröffentlicht:30.06.2022, 09:57

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Der Ausbau des sogenannten „Highspeed“-Glasfasernetzes im Stadtgebiet Ellwangen und in den dazugehörigen Gemarkungen Schrezheim, Rindelbach, Röhlingen und Pfahlheim wird weiter vorangetrieben. Im nun startenden dritten und vierten Bauabschnitt werden bisher unterversorgte Adresspunkte im östlichen und nordwestlichen Gemarkungsgebiet angeschlossen. Am Mittwoch war der offizielle Spatenstich in Röhlingen.

Bürgermeister Volker Grab begrüßte die Vertreter der Projektbeteiligten von den übergeordneten Förderstellen aus Bund und Land, den Planern sowie den ausführenden Unternehmen. 50 Prozent der Kosten werden vom Bundesförderprogramm Breitband getragen, 40 Prozent übernimmt das Landesförderprogramm, die restlichen zehn Prozent finanziert die Kommune. „Das ist ein wichtiges Projekt für die Gemeinschaft“, sagte er. Wie Strom und Wasser gehöre auch Breitband-Internet zur Infrastruktur, die bereitgestellt werden müsse. Im dritten und vierten Bauabschnitt wird das Projekt von den Stadtwerken Ellwangen umgesetzt. Insgesamt werden rund 430 Haushalte angeschlossen, die geschätzten Baukosten belaufen sich derzeit auf 7,116 Millionen Euro.

„Der Breitbandausbau ist kein Sprint, sondern ein Marathonlauf, der über Jahre geht“, verdeutlichte Werner Riek, Leiter des Breitbandkompetenzzentrums Ostalb, der den erkrankten Landrat Joachim Bläse vertrat. Erklärtes politisches Ziel sei ein flächendeckender „gigabitfähiger Anschluss“ im ganzen Land Baden-Württemberg. Mit der nun umgesetzten Beseitigung der „weißen Flecken“, mit Datengeschwindigkeiten von unter 30 Mbit/s versorgten Wohnplätzen, rücke die Gemeinde Ellwangen „in die Topliga auf, wie es sich auch gehört“.

Vom Landesministerium überbrachte Felix Junker die Grüße von Innenminister Thomas Strobel. Die Fördermittel zur Abrufung stünden bereit, er rate den Kommunen, auch die Beseitigung der „grauen Flecken“ schnell zu beantragen.

Vom Betreiber NetCom stellte Philipp Schaffert nach erfolgreichem Anschluss Datenraten von bis zu 1000 Mbit/s und für Gewerbekunden bis zu 10000 Mbit/s in Aussicht.

Röhlingens Ortsvorsteher Walter Schlotter dankte für das Ausbauprojekt: „Wir wollen mit der Welt kommunizieren und unsere Region auch über das Netz vorstellen“, das sei in den „weißen Flecken“ schlicht nicht möglich.

Robin Menholz betonte als Vertreter der Vorstandschaft von Komm.Pakt.Net, der Kommunalanstalt des öffentlichen Rechts, die den Breitbandausbau begleitet: „Aus der größeren Perspektive sieht man, wie sich die weißen Flecken nun langsam schließen.“ In Ellwangen soll das bis zum Jahr 2024 gelingen.

Im Rahmen des Ausbauprojekts sind in den kommenden Wochen und Monaten zunächst umfangreiche Tiefbau- und Kabelzugmaßnahmen nötig, die von der Infratech Bau GmbH durchgeführt werden. Deren Ziel ist es, die Adresspunkte an das Kernnetz der Stadt Ellwangen anzubinden. Extern unterstützt wird das Projekt unter anderem vom Planungsbüro Seim & Partner, dem Breitbandkompetenzzentrum des Landratsamts, der Komm.Pakt.Net kAöR sowie der PricewaterhouseCoopers GmbH als Projektträger des BMDV.

Diese Ortschaften werden im dritten und vierten Bauabschnitt angeschlossen:

Eggenrot, Griesweiler, Lindenkeller, Lindenhof, Scheuensägmühle, Schule Rindelbach, Kalkhöfe, Treppelmühle, Stockensägmühle, Hinterer Spitalhof, Lindenstraße, Glassägmühle, Altmannsweiler, Engelhardsweiler, Hinterlengenberg, Vorderlengenberg, Schule Schrezheim, Mühlgraben, EATA, Schule Neunheim, Süßhof, Steigberg, Hardt, Hirlbach, Schule Pfahlheim, Röhlingen Süd, Buchhausen.