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Fasching auf der Ostalb

Schön war’s: Ein Pfahlheimer Bürgerball wie aus dem Bilderbuch

Ellwangen-Pfahlheim / Lesedauer: 4 min

Tolle Show- und Gardetänze und Milena Vollmer brilliert in der Kinderbütt. Das Publikum ist restlos begeistert
Veröffentlicht:11.02.2024, 13:47

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Der Pfahlheimer Bürgerball hat einen hervorragenden Ruf und so war es selbstverständlich, dass er schon Wochen vorher ausverkauft war. Was den vielen närrischen Besuchern in der proppenvollen Kastellhalle geboten wurde, war einfach nur genial. Ein tolles und abwechslungsreiches Programm, viele Raketen und eine Partyband „Kir Royal“, welche die Stimmung der Besucher immer mehr Richtung Höhepunkt trieb. Heiligs Blechle Heidanei, so schee koa dr Pfohlamer Bürgerball sei.

Schon zu Beginn heizte die Band mit einer Stimmungs- und Schunkelrunde ein, denn es galt ja, den Stimmungsbarometer in Richtung „Hoch“ zu treiben. Das gelang auf Anhieb und als der Elferrat der Limesnarren sowie die Vorstände in Begleitung der Pfahlheimer Hästräger in die Halle einzogen, standen alle und klatschten im Takt des Narrhalla-Marsches. Franziska Sekler, Daniel Kohnle und Amelie Schäffler begrüßten die Narren, unter anderem Ortsvorsteher Wolfgang Seckler, der sich in geistlicher Betreuung von Pater Sony und OB Michael Dambacher befand, der als Bettelmönch nach Pfahlheim gepilgert war. Der Moderator des Abends, Martin Vollmer als Präsident der Limesnarren, übernahm und führte mit viel „Celebrations“ durch den närrischen Abend.

Mit einer der vielen Höhepunkte beim Pfahlheimer Bürgerball war der erstmalige Auftritt der elfjährigen Milena Vollmer in der Kinderbütt. Das Mädchen faszinierte mit ihren Erkenntnissen über Schule und Familie, frei und soverän vorgetragen. Sie erhielt dafür tosenden Applaus und eine Rakete, die sich hoch in den närrischen Himmel hob.
Mit einer der vielen Höhepunkte beim Pfahlheimer Bürgerball war der erstmalige Auftritt der elfjährigen Milena Vollmer in der Kinderbütt. Das Mädchen faszinierte mit ihren Erkenntnissen über Schule und Familie, frei und soverän vorgetragen. Sie erhielt dafür tosenden Applaus und eine Rakete, die sich hoch in den närrischen Himmel hob. (Foto: hafi)

Aber dann ging’s Schlag auf Schlag und ein Höhepunkt jagte den anderen. Die Lila Garde (trainiert von Sophie Eiberger und Amelie Schäffler) wirbelte über die Bühne, dass es eine wahre Freude war. In Pfahlheim von Höhepunkten zu sprechen ist immer schwierig, weil ja der ganze Bürgerball ein Höhepunkt ist. Aber eins sei erlaubt: Die Kinderbütt „Jemand Nuis“ mit der elfjährigen Milena Vollmer, die zum ersten Mal auf der Bühne stand, war einfach genial.

Junge Debütantin begeistert das Publikum

Was das Mädchen über Schule, Nonnenbunker, Handys oder die strenge Familie frei vorgetragen erzählte, riss die Besucher von den Sitzen und die erste Rakete wurde unter riesigem Getöse gezündet. Doch wer jetzt dachte, das Ende der Fahnenstange des Bürgerballs sei erreicht, nein, mitnichten, denn aus der Kastellhalle wurde Rio und der Showtanz „Samba Nights“ entführte quirlig, voller Lebensfreude und mit Akrobatik gespickt an die Copacabana. Wieder etwas zum Runterkommen dann der Sketch „Dia Zwoi“ mit Christian Stenzenberger und Thomas Giesa, welche wussten, dass es gefährlich ist, wenn man dem Internet zu viele Daten preisgibt. So erfuhr der Papa bei einer Pizzabestellung, dass die Tochter schwanger ist und deshalb Fisch und Meeresfrüchte nicht gut für sie seien, dass er einen zu hohen Cholesterinspiegel hat und erst neulich im Supermarkt Kondome für die Freundin gekauft hat. Ui ui ui, au au au.

Barbie Girl, wer könnte das besser auf die Bretter der Bühne zaubern als die Grüne Garde (trainiert von Meike und Lara Köppel). Die Mädchen sprangen ohne Ansatz in den Spagat und hatten immer ein Lächeln im Gesicht. Hut ab vor dieser tollen Leistung, das Training hat sich gelohnt. Dorfspitzel Patrick Rief rief den närrischen Besuchern zu „Heiligs Blechle Heidanei, in Pfohla passiert so allerlei“. Und Recht hatte er, denn die Besucher kugelten sich zum Teil vor Lachen über die Pleiten, Pech und Pannen der Nachbarn, welche in der Schnitzelbank ans Tageslicht kamen.

Das Männerballett kam im wahrsten Sinne glänzend daher. Als Dancing Queens „wirbelten“ die Mannen mit verführerisch geschminkten roten Lippen zu einem Abba-Medley über die Bühne. Daniele Feile riet OB Dambacher, die Landesgartenschau doch einfach nach Pfohla zu verlegen. Was brauchen wir in Ellwangen eine Blumenhaus, wenn in Pfohla scho ällas do isch, denn wir haben eine Gartenstraße, eine Tulpen- Orchideen- und Dahlienstraße und auch sonst wäre Pfohla ein blühendes Dorf. Dem scheidenden Ortsvorsteher Wolfgang Seckler rief sie zu, dass er sich doch endlich wieder in die Bütt begeben solle, auch wenn er dann nicht mehr bei den Ehrengästen sitzen dürfte. Der Auftritt der Limesgarde (trainiert von Tanja Frankenreiter und Theresa Sperka) setzte dem Bürgerball mit ihrem Auftritt noch einmal die Krone auf. Besser geht’s einfach nicht.

Links, rechts, vor zurück, das macht Spaß, das bringt Glück. „Kir Royal“ nahm die Besucher mit zu einer Stimmungs- und Schunkelrunde und keinen hielt es mehr auf den Bänken. Rucki Zucki und es gibt kein Bier auf Hawaii. In Pfohl ischs net ausganga, ja so muss sei, Heiligs Blechle Heidanei.