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Gebetshaus

Muslime planen neues Gebetshaus

Bopfingen / Lesedauer: 3 min

Moschee mit Minarett soll auf dem Areal des ehemaligen Kinos entstehen
Veröffentlicht:27.02.2014, 22:40

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Der türkische Kulturverein in Bopfingen will eine neue Moschee im Stadtkern bauen. Auf dem Areal des ehemaligen Kinos in der Nördlinger Straße sollen ein neues Gebetshaus mit Minarett sowie eine Versammlungsstätte und weitere Gruppenräume entstehen.

Das jetzige Gebetshaus in der Bachgasse ist für die aktuell rund 230 aktiven Vereinsmitglieder zu klein. Der Verein sieht sich seit langem schon nach größeren Räumlichkeiten um. Im März 2013 hat der Verein das alte Kino in der Nördlinger Straße gekauft. Jetzt soll dort ein komplett neues Gemeindezentrum für die türkischen Bürger in Bopfingen entstehen.

Höhe soll 16 Meter betragen

Kernstück ist eine neue Moschee. Das neue, zwei- bis dreistöckige Gebetshaus soll inklusive Minarett eine Gesamthöhe von 16 Metern haben. „Im Gebetsraum im Inneren der Moschee soll im Erdgeschoss ein Männerbereich mit einer Gesamtfläche von 180 Quadratmetern entstehen. Im ersten Obergeschoss schließt dann der Frauenbereich mit rund 130 Quadratmetern Fläche an“, erklärt Zafer Özdemir aus Bopfingen, der die Pläne zur Gestaltung des Moscheeinneren entworfen hat.

Im ehemaligen Kino, welches gerade von freiwilligen Helfern entkernt wird, will der Kulturverein neue Gemeinschaftsräume inklusive einer Großküche bauen. Im ehemaligen Zahnarztgebäude nebenan wird eine Wohnung für den Imam, den Priester, hergerichtet. Auf dem zusätzlich erworbenen Areal der Firma Hilkert sollen 23 neue Stellplätze entstehen.

Finanziert wird das geschätzt eine Million Euro teure, neue muslimische Gemeindezentrum allein durch Spenden und Beiträge der Vereinsmitglieder. Ein Großteil der Kosten soll durch Eigenleistungen der Mitglieder der türkischen Kommune abgedeckt werden.

„Zuschüsse vonseiten der Ditip gibt es keine“, sagt Önder Üstün , Mitglied im Vorstand des türkischen Kulturvereins. Die Ditip ist eine Dachorganisation, die sich unter anderem um den Neubau von Moscheen kümmert.

Mit den aktuell vorgelegten Plänen hat der türkische Kulturverein die Stadtverwaltung überrascht. „Es war schon immer im Gespräch, dass wir ein Gebetshaus bauen wollen. Es war auch von Anfang an die Alternative im Gespräch, das Kino zum Versammlungsraum umzubauen. Wir brauchen einen solchen Raum, wo wir uns vor und nach dem Gebet treffen können. Ansonsten hätten wir die Moschee höher bauen müssen. Das wollten wir mit Rücksicht auf die Anwohner nicht“, sagt Üstün.

Größere Veranstaltungen sollen dort nicht stattfinden. „Es war zu keinem Zeitpunkt geplant, dort Hochzeiten zu feiern. Vonseiten unseres Vorstandes war das nie im Gespräch und kann nur als Gerücht bezeichnet werden“, meint Üstün, der betont, dass die Räume nur religiösen Veranstaltungen dienen sollen. Zum Beispiel dem Fastenbrechen an Ramadan. Zwischenzeitlich hat die Stadt auf die gesamte Baufläche eine Veränderungssperre gelegt. Jegliche bauliche Veränderung oder ein Abriss sind ohne Zustimmung des Bauamtes im Rathaus nicht erlaubt.