Lärmschutz

Bopfingen ist für neue B29 und Lärmschutz

Bopfingen / Lesedauer: 2 min

Bopfingen ist für neue B29 und Lärmschutz
Veröffentlicht:29.04.2016, 13:18
Aktualisiert:23.10.2019, 16:00

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Die Stadt Bopfingen begrüßt die Aufnahme der B-29-Umfahrung in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans. Eine entsprechende Stellungnahme gibt die Stadt im Zuge des Beteiligungsverfahrens in Berlin ab und bezieht sich dabei auf einen Beschluss des Gemeinderats vom Februar 2015.

Vordringlich sei das Projekt auch deshalb, so Bürgermeister Gunter Bühler , weil es in Aufhausen, Bopfingen, Trochtelfingen und Pflaumloch bald die letzten vier verbliebenen Ortsdurchfahrten auf der Strecke Stuttgart-Augsburg gebe. Wenn die B29 westlich Aalens weiter ausgebaut werde, so gehe es nicht an, dass die Straße östlich davon einen Ausbauzustand wie in den Sechzigerjahren habe, so der Bürgermeister.

Gleichzeitig weist die Stadt auf die Notwendigkeit hin, die B29 auch zwischen der Röttinger Höhe und der Autobahnanschlussstelle Westhausen auszubauen. Im Zuge der Planung für die neue Straße sollten Belastungen minimiert und Lärmschutzmaßnahmen getroffen werden. Wo die neue Trasse dicht an Siedlungen vorbeiführt, etwa der Trochtelfinger Röhrbachsiedlung, sollte an Lärmschutz „bis hin zu gedeckelten Lösungen“ gedacht werden. Positiv bewertet die Stadt, dass der Bundesverkehrswegeplan die hohe Umweltbetroffenheit der Trasse festgestellt hat und fordert ein Eingehen auf Umweltbelange.

Auf Anregung des Unterriffinger Ortsvorstehers und Stadtrats Dietmar Schönherr nimmt die Stadt die Forderung mit auf, dass der Bunde einen Südzubringer von der Umgehungsstraße zur Autobahn-Anschlussstelle Aalen/Oberkochen selbst finanziert. Bisher ist vorgesehen, dass diese Straße von Land oder Kreis finanziert werden muss. Der Bitte von Stadtrat Martin Schmid, Flochberg und Schloßberg als besonders betroffene Gebiete hervorzuheben, kommt die Stadt nicht nach.

SPD-Fraktionsvorsitzende Carola Merk-Rudolph kritisierte in der Gemeinderatssitzung, dass die Stadträte nicht vorab in den Prozess dieser Stellungnahme eingebunden waren. „Ich hätte Sie gar nicht fragen müssen“, konterte Bühler, „sondern hätte die Stellungnahme auch als Verwaltung abgeben können.“ Vielmehr habe er den Stadträten noch die Möglichkeit geben wollen, Ergänzungen einzubringen.