Ostalbwasser

Der alte Wasserturm soll stehen bleiben

Adelmannsfelden / Lesedauer: 2 min

Adelmannsfelden muss in die Wasserversorgung investieren – Wahrzeichen soll außen saniert werden
Veröffentlicht:28.04.2011, 22:05
Aktualisiert:25.10.2019, 18:00

Von:
Artikel teilen:

Lorenz Eitzenhöfer von der Ostalbwasser Ost GmbH hat dem Adelmannsfelder Gemeinderat eine ausführliche Analyse des bestehenden Wasserversorgungsnetzes vorgelegt sowie drei Varianten zur Änderung des Versorgungssystems aufgezeigt. Bürgermeister Edwin Hahn betonte schon vor dem Vortrag, dass hier weitere große Herausforderungen finanzieller Art in der Zukunft auf die Gemeinde zukommen würden. Für ihn sei jedoch klar, dass es bei dem „wichtigen Gut Wasser“ kein kurzfristiges Konzept geben dürfte. Man müsse hier auf einen Zeitraum von 50 Jahren vorausplanen.

600 Kubikmeter reichen aus

Die Wasserversorgung sei in Adelmannsfelden relativ sicher und ausreichend, betonte Eitzenhöfer. Unter Einbeziehung der Bevölkerungsentwicklung halte er eine Reserve inklusive Löschwasser von 600 Kubikmetern für ausreichend. Da es in dem rund 27,4 Kilometer langen Leitungsnetz aber Bereiche mit geringer Fließgeschwindigkeit gebe, müsse ein neuer Spülplan erstellt werden und einige Leitungen ausgetauscht werden, sagte der Ingenieur.

Die Kosten für die Leitungsbaumaßnahmen bezifferte er auf rund 458 000 Euro. Für die Änderung des Versorgungssystems stellte er drei Varianten vor, die zwischen 792 000 Euro und 940 000 Euro lagen. Sowohl Bürgermeister Edwin Hahn als auch das gesamte Gremium waren sich darüber einig, die Variante 2 zu favorisieren, die eine Systemänderung vorsieht, bei der zwei Behälter mit jeweils 300 Kubikmetern Fassungsvermögen gebaut sowie das Pumpwerk Klinge und der Hochbehälter beim Friedhof stillgelegt werden sollen. Diese Variante ist mit Investitionskosten von 792 000 Euro auch die günstigste. Der in dieser Variante gemachte Vorschlag, den bestehenden Wasserturm abzubrechen, wurde jedoch ausgeschlossen. Der Wasserturm soll mit einer einfachen Außensanierung erhalten werden, zumal er seit rund 55 Jahren als unverwechselbares Wahrzeichen der Gemeinde gilt. Allerdings soll die Wasserversorgung im Turm selbst stillgelegt werden.

Bei der Ausarbeitung des Versorgungskonzepts fiel jedoch der hohe nicht zählbare Wasserverbrauch auf, der über den Zeitraum von 2003 bis 2010 bei durchschnittlich 25 Prozent liegt. Der Antrag, dies näher zu untersuchen und abzustellen, wurde als zusätzlicher Punkt in die Beschlussfassung mit einbezogen.

Ausweitung der Betreuung

Keine Einwände hatte das Gremium zur Fortschreibung des Kindergartenbedarfsplans. Die evangelische Kirchengemeinde als Träger des Kindergartens wurde gebeten mitzuteilen, ob sie einer Ausweitung des Platzangebotes für Kinder unter zwei Jahren positiv gegenübersteht. Derzeit sieht die Fortschreibung eine Regelgruppe mit 28 Plätzen, eine altersgemischte Gruppe mit verlängerter Öffnungszeit (22 Plätze) sowie eine Kleingruppe von zehn Plätzen vor.