Abtsgmünd-Pommertsweiler

Das Rathaus kommt unter den Hammer

Abtsgmünd-Pommertsweiler / Lesedauer: 1 min

Das Rathaus kommt unter den Hammer
Veröffentlicht:30.03.2012, 21:00
Aktualisiert:25.10.2019, 10:00

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In einer ausführlichen Vorlage hat Ortsvorsteher Egon Ocker dargelegt, warum der Ortschaftsrat sich nun doch damit abfinden kann, dass das Rathaus zum Verkauf angeboten wird. Die Entscheidung fiel den Räten nicht leicht, hatten sie doch dagegen lange gekämpft.

Der Verkauf des Gebäudes steht bei der Abtsgmünder Verwaltung schon seit über zehn Jahren auf dem Plan. „Leider haben wir dafür keinen Nutzer und die Gemeinde kein Geld für die Renovierung“, sagte der Ortsvorsteher. Bei einer kompletten Renovierung hätten bis zu 387 000 Euro in die Hand genommen werden müssen. Er werde sich gegen einen Verkauf nicht sperren können, da die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde auf Jahre hinaus begrenzt seien und ein Leerstand dem Gebäude nicht gut tue. Da man keine Chance sehe, dass der Gemeinderat von einem Verkauf absehe, habe man jedoch einen Forderungskatalog aufgestellt, in dem die Rahmenbedingungen für Nutzung der vorhandenen Infrastruktur des Rathausplatzes für die traditionellen Festlichkeiten festgelegt seien.

Bürgermeister Armin Kiemel versicherte, dass er es nachvollzeihen könne, dass die Entscheidung „verdammt weh tue“. Er betonte, dass der Verkauf nicht nur angesichts der finanziellen Situation der Gemeinde erfolge, sondern auch angesichts der veränderten Situation in der Verwaltungsarbeit. Immer mehr Bürger wendeten sich heutzutage direkt an das Abtsgmünder Rathaus. Wenn keine gleichwertige Nutzung für das Gebäude vorliege, sei es besser, heute die Weichen zu stellen und Gestaltungsfreiraum für die Zukunft zu haben. Zu einer formalen öffentlichen Abstimmung war das Gremium jedoch nicht bereit.